In einem Vortrag des Geschichtsvereins erfährt man, wie der gebürtige Niederbayer Ludwig Köck von Moosach aus bis in den Orient reiste – zu Fuß. Der Vortrag mit dem Titel „Vom dörflichen Bayern zum Zauber des Orients – die Reise des Schlossergesellen Ludwig Köck” findet am Donnerstag, 26. November, um 19 Uhr im Kulturhaus Pelkovenschlössl (Moosacher St.-Martins-Platz 2) statt. Er wird von der Archivarin des Vereins, Dorit Stauber, gehalten. Der Eintritt ist frei.
Ludwig Köck, 1878 in dem kleinen Ort Tettenweis im Landkreis Passau geboren, machte sich als junger Schlossergeselle im Januar 1902 zu Fuß auf den Weg in den Orient. Dabei musste er im tiefsten Winter die Alpen überqueren, bevor er über Konstantinopel und Alexandria nach Kairo kam. Wissbegierig erkundete er die fremden Städte und Kulturen, lernte sieben Sprachen und arbeitete sich zum anerkannten Brückenbauer in Kairo hoch.
Der 1. Weltkrieg setzte diesem Höhenflug ein jähes Ende, als Köck im englischen Kairo nicht mehr willkommen war und er in Malta interniert wurde. Als er 1920 zu seiner Familie nach Tettenweis zurückkehrte, musste er wieder von vorne anfangen. Dabei kam er nach Hartmannshofen, wo er sich mit der Familie niederließ, 1924 ein Haus baute und bis zu seinem Lebensende wohnte.
Die zahlreichen Tagebücher und Erzählungen von Ludwig Köck sind eine einzigartige Quelle, die dankenswerterweise von der Enkelin zur Verfügung gestellt wurden und mit der Archivarin Dorit Stauber den Lebensweg dieses faszinierenden Mannes nachzeichnet.