Im letzten Jahr waren es Sonnensegel oder Tarnnetze, diesmal ist es ein neuer Bodenbelag: In jedem heißen Sommer werden neue Vorschläge gemacht, wie die Menschen auf dem Quartiersplatz Theresienhöhe (auf dem „Bahndeckel“) vor der prallen Sonne geschützt werden könnten. Als der Bahndeckel im Sommer 2010 freigegeben wurde, machte man sich noch keine großen Sorgen um die Sonne gemacht, die an unbewölkten Tagen ungehindert auf den Platz knallt. Inzwischen aber leiden Anwohner und Spielflächennutzer und beklagen, dass auf der rund eineinhalb Hektar großen Fläche so gut wie kein Schattenplatz zu finden ist.
Auf dem „Bahndeckel” an der Theresienhöhe gibt es einen großen Spielplatz mit Trampolinen, Klettergerüsten und Sand. Das Problem: Weil direkt darunter die Bahngleise verlaufen, können dort keine schattenspendenden Bäume gepflanzt werden. Hinzu kommt, dass der Bodenbelag der Wegflächen rund um die Spielflächen sehr dunkel ist und sich dadurch an warmen Tagen stark aufheizt. Per Stadtratsantrag will die SPD-Fraktion jetzt prüfen lassen, ob man die Oberfläche „bei nächster Gelegenheit” gegen ein helleres Material austauschen könne.
„Der Bahndeckel ist ein Super-Beispiel dafür, wie man in einer engen Stadt den Platz gut aufteilen kann: Unten fährt die Bahn, oben spielen Kinder und Jugendliche”, sagte SPD-Stadträtin Barbara Likus. „Leider war es dort in den letzten Wochen unerträglich heiß. Wenn wir schon keine Bäume pflanzen können, wäre ein hellerer Boden eine gute Lösung!”
Auch dieser Hell-gegen-dunkel-Vorschlag wurde im vergangenen Jahr schon gemacht. Schon damals hakte es mit der Umsetzung: Hierzu gestellte Anträge der Bezirksausschüsse blieben ohne Erfolg. Größere Umbaumaßnahmen am Bahndeckel sind ohnehin Utopie. Dazu fehlt der Stadt das Geld.