„The Sardenhaus Collection” bringt von Dienstag, 18. August, bis Sonntag, 23. August, sechs Münchner Künstlerinnen im einzigartigen Ambiente des Sardenhauses im Westpark zusammen. Malerei, Keramik, Fotografie, Schmuck sowie handgefertigte Hüte und Fascinators treten in einen spannenden Dialog zwischen Kunst, Design und Handwerk. Die Ausstellung zeigt zeitgenössische Positionen mit unverwechselbarer Handschrift und verbindet Material, Form und Natur zu einem stimmigen Gesamterlebnis.
Malerin Birgit Günther zeigt Inspirationen von und zur Natur. Baumstrukturen in unterschiedlichen Techniken, die zu eigenen Interpretationen einladen, werden präsentiert. Es entstehen lebendige und bewegende Bilder in kräftigen Farben. In ihrer Kunst setzt Günther klar und entschieden ihre Farben, Flächen, Linien und Strukturen. Die entstehenden Kompositionen sind kraftvoll und lebendig. Die Vielseitigkeit zeigt sich auch in den kleineren Aquarellen.
Die Modistin Christine Kamlah hat ein Faible für die 30er bis 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ihre Hüte fertigt sie neu als klassische Linie, aber genauso gern arbeitet sie mit Vintagemodellen, deren besondere Qualität sie sehr schätzt und die unter ihren Händen zu einzigartigen Kreationen wieder aufblühen.
Keramikmeisterin Elena Krafft zeigt ihre aktuellen Keramikarbeiten. Klare Formen, natürliche Farben und feine Oberflächen verbinden sich zu alltagstauglichen Unikaten, Vasen und Geschirr. Die Ausstellung lädt dazu ein, Keramik als sinnliches Gestaltungselement für den Alltag und den Wohnraum neu zu entdecken. Zu sehen sind ausgewählte Arbeiten.
Die Schmuckdesignerin Anna Karsch ist Künstlerin und Designerin aus München. An der Schnittstelle von Mode, Raum und Skulptur entstehen Arbeiten, die sich zwischen Wearable Art, textilen Objekten und Schmuck bewegen. Für ihre Muschelobjekte verbindet sie gefundene Muscheln mit ausgewählten Materialien zu tragbaren Unikaten, die zwischen Naturfund, Schmuck und Kunstobjekt oszillieren. Jedes Stück bewahrt die Spuren seines Ursprungs und erzählt eine eigene Geschichte über Vergänglichkeit, Schönheit und die Verbindung von Mensch und Natur.
Bettina Lindenberg legt mit ihren Fotografien weniger Wert auf dokumentarische Fülle als auf das Erfassen feiner Details. Man könnte durchaus an ihnen vorbeigehen, ohne sie überhaupt wahrzunehmen. Nicht so die Münchner Fotografin und Grafikerin. „Sehen“ ist ihre Kunst, ja fast schon das Erfühlen eines subtilen Moments, der später im Großformat seine enorme Wirkung entfaltet. Ihre neuen Arbeiten verbindet ein grafischer Blick auf abstrakt wirkende Stadt- und Naturmotive. Strukturen, Formen, Flächen und Linien sind auf das Detail reduziert, ein Spiel, das in Schwarz-Weiß besonders zur Geltung kommt. Das Wesentliche zeigt sich im Verborgenen, die sehr reduzierten Motive lassen Platz für Assoziationen, keines der Motive ist überladen, die weiße Fläche überwiegt. Dies hat sie bereits mehrfach erfolgreich deutschlandweit in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.
Beatrix Rautenberg – The Art of Transformation präsentiert in ihrer aktuellen Werkreihe „Palimpsest“ Mixed-Media-Photographien, in denen kuratierte Momentaufnahmen und Erinnerungen reflektiert und künstlerisch transformiert werden. Die Arbeiten aus Büttenpapier und Wachs machen innere wie äußere Prozesse der Veränderung und Verwandlung sichtbar und sinnlich erfahrbar. Ein Palimpsest bezeichnet ursprünglich ein Pergament, das nach dem Abschaben des ursprünglichen Textes erneut beschrieben wurde, wobei Spuren des Alten meist weiterhin erkennbar bleiben. In der Werkreihe dient dieser Begriff als Metapher für Erinnerungen, die sich im Laufe der Zeit überlagern und fortschreiben – ein vielschichtiger Prozess, in dem Vergangenes und Gegenwärtiges, Schönes und Schmerzhaftes miteinander verschmelzen.
Als special guest ist die Illustratorin Kerstin Anneservertreten.
Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Die Künstlerinnen sind an unterschiedlichen Tagen vor Ort, jedoch am Samstag und Sonntag alle komplett.