Veröffentlicht am 03.05.2026 10:00

1860 mit Remis im 300. Drittligaspiel

Debüt: Xaver Kiefersauer. (Foto: M. Forster)
Debüt: Xaver Kiefersauer. (Foto: M. Forster)
Debüt: Xaver Kiefersauer. (Foto: M. Forster)
Debüt: Xaver Kiefersauer. (Foto: M. Forster)
Debüt: Xaver Kiefersauer. (Foto: M. Forster)

Zum 300. Mal seit 2018 spielte der TSV 1860 München in der 3. Liga, und das führte die Löwen nach Unterfranken. Die Weiß-Blauen trennten sich 1:1 (1:1) vom bereits rechnerisch abgestiegenen Tabellenletzten 1. FC Schweinfurt. Im Tabellenkeller der Liga ist am Wochenende die sportliche Entscheidung gefallen. Neben den „Schnüdeln” müssen auch der FC Erzgebirge Aue, der letztjährige Zweitligist SSV Ulm 1846 und der Aufsteiger TSV Havelse den Gang in die Viertklassigkeit antreten. Am anderen Ende der Tabelle durfte der Spitzenreiter VfL Osnabrück den vorzeitigen Aufstieg in die 2. Liga feiern. Die Niedersachsen sind nicht mehr zu verdrängen.

Die ersten 20 Minuten im Schweinfurter Sachs-Stadion vor 9.036 Zuschauern – darunter 2.500 aus München – gehörten den Gästen aus Oberbayern. Danach konnten die Hausherren die Partie etwas ausgeglichener gestalten und gingen prompt in Führung. Sean Dulic, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, verlor einen Zweikampf gegen den ehemaligen Löwen Kristian Böhnlein, dessen Flanke Sebastian Müller zum 1:0 ins Netz lenkte. Löwen-Torhüter Thomas Dähne hatte den Ball zwar noch mit der Hand berührt, konnte das Überschreiten der Torlinie aber nicht mehr verhindern (27. Min.). Direkt danach scheiterte Sechzigs Torjäger Sigurd Haugen nach einem Zusammenspiel mit Florian Niederlechner am Pfosten des von Toni Stahl gehüteten Schweinfurter Tors.

Die nächste Gelegenheit ließ sich der Norweger dann nicht mehr entgehen. Simen Voet brachte eine Flanke von links ins Zentrum. Haugens Bewacher Nikolaos Vakouftsis stand zu weit vom Stürmer entfernt, sodass Haugen den Ball mit einer geschickten Direktabnahme zum 1:1 in den Winkel setzen konnte (31. Min.). Der Rest des Spiels war über weite Strecken Leerlauf. Für die größte Aufregung im Rund sorgte Schlussmann Stahl, als er einen Rückpass mit dem Fuß stoppen wollte und dabei fast ein Eigentor erzielt hätte – er erwischte den Ball im Nachsetzen gerade noch auf der Linie (71. Min.). Der Österreicher Manuel Pfeifer wusste als linker Schienenspieler bei den Giesingern mit einer besseren Vorstellung zu gefallen.

In der Schlussviertelstunde gab Xaver Kiefersauer (20), Kapitän der U21-Mannschaft, der seit seinem achten Lebensjahr für die Münchner Löwen kickt, sein Debüt im Profifußball. Das hat er gut gemacht. Er ist schon länger bei uns im Training und wir wollten ihn einfach mal sehen. Xaver hat gut nach vorne gespielt, war mutig. Das hat mir gefallen“, kommentierte Löwen-Trainer Markus Kauczinski. Im letzten Heimspiel der Saison 2025/2026 empfängt der TSV 1860 München am kommenden Samstag, den 9. Mai, um 14 Uhr im Grünwalder Stadion den FC Ingolstadt 04 zum Oberbayernduell. (as)

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