Durch brennendes Fett hat am Freitag, 25. September, gegen 10 Uhr die Küche einer Wohnung im Gerhart-Hauptmann-Ring Feuer gefangen und zu einer starken Verrauchung geführt. Eine Frau wurde dabei verletzt.
Als die Bewohnerin der Wohnung im ersten Stock bemerkte, dass Flammen aus ihrer Pfanne schlugen, reagierte sie zunächst geistesgegenwärtig und schloss die Pfanne mit einem Deckel, um das Feuer zu ersticken. Als sie sie anschließend vom Herd nehmen wollte, verrutschte der Deckel allerdings, worauf sich das Fett sofort wieder entzündete. Dabei schlug das Feuer auf die gesamte Küche über.
Die Bewohnerin verließ das Gebäude und setzte einen Notruf ab. Als die alarmierten Rettungskräfte der Feuerwehr am Einsatzort ankamen, war durch ein offenes Fenster zu erkennen, dass die Küche mittlerweile in Vollbrand stand. Das Treppenhaus war durch die offene Wohnungstür ebenfalls verraucht. Einige Bewohner hatten das Haus bereits verlassen.
Die Brandbekämpfung erfolgte durch einen Atemschutztrupp mit einem Rohr. Vor dem Betreten der Wohnung wurde ein sogenannter Rauchschutzvorhang im Türstock angebracht, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Gleichzeitig kam ein Lüfter zum Einsatz. Nach zehn Minuten konnte „Feuer aus” gemeldet werden.
Die Belüftung und die Kontrolle weiterer Nutzungseinheiten nahmen noch etwa 30 Minuten in Anspruch. Noch während der Brandbekämpfung wurde eine Nachbarwohnung gewaltfrei geöffnet, da die Bewohnerin in der Eile vergessen hatte, den Herd abzustellen. Ein weiterer Brand konnte so verhindert werden.
Bei dem Feuer wurde nach Angaben der Polizei eine 41-Jährige leicht verletzt. Die Wohnung ist laut Feuerwehr bis auf weiteres nicht mehr nutzbar, die Schadenssumme wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Die Betroffenen kommen bei Bekannten unter.