Veröffentlicht am 20.10.2026 09:23

Wie geht's den Forellen?

Die Schulkinder der Klasse 2 dg der Grundschule Aubinger Allee erkundeten im Rahmen des „Grünen Klassenzimmers“ den Lochhauser Fischbach. Der Ausflug führte die Kinder zuerst bachabwärts zu einem trägen, begradigten Abschnitt mit schlammiger Sohle, der seine Funktion als Lebensraum bereits eingebüßt hat. Von dort ging es weiter zum nicht begradigten Oberlauf – einem Refugium für die Bachforelle und andere Arten, die auf kühles Wasser und eine kiesige Sohle angewiesen sind.

Glück im Hitze-Unglück

Der Bestand der Bachforelle ist rückläufig. Sie wird bayernweit auf der Vorwarnliste geführt. Als Art, die auf kühles Wasser angewiesen ist, traf sie der Hitzesommer 2026 besonders hart: Allein in München gab es 41 heiße Tage mit Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius. Im ganzen Land erwärmten sich Bäche, Flüsse und Seen mehr als jemals zuvor; manche trockneten sogar zeitweilig aus.
Die Bachforellen im Oberlauf des Lochhauser Fischbachs hatten während dieser Hitzewelle jedoch Glück im Unglück. Ihr kleiner Niedermoorbach entspringt dem Aubinger Moos. Kühles aus dem Moor stammendes Grundwasser speist den Bach, der sich auf der kurzen Fließstrecke nicht erwärmt. Zudem sorgen Schatten spendende Bäume auf dem Weg durch den Wald dafür, dass die Wassertemperatur niedrig bleibt. Auch ein Trockenfallen wie andernorts blieb dem Bach erspart.

Wertvolles gezielt fördern

Im Jahr 2001 wurde das erste Münchner BayernNetzNatur-Projekt im Aubinger Moos ins Leben gerufen, um damit für die Natur wertvolle Gebiete gezielt fördern zu können. Die Trägerschaft für das Projekt hat die Stadt übernommen, die fachliche Betreuung erfolgt durch den Geschäftsbereich Naturschutz und Biodiversität im Referat für Klima- und Umweltschutz. Matthias Schwahn, der mit Siegfried Pschibul-Markgraf zum Umsetzungsteam für das BayernNetzNatur-Projekt „Aubinger Moos“ gehört, organisierte die Exkursion der Schulkinder.

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