Veröffentlicht am 29.12.2025 11:13

Weniger MPUs

Zum dritten Mal in Folge ist die Anzahl der medizinisch-psychologischen Untersuchungen (MPUs) zurückgegangen. Insgesamt wurden im Jahr 2025 laut Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) 75.257 Begutachtungen vorgenommen, das sind acht Prozent weniger als im Jahr 2024.

Alkohol steht
an erster Stelle

In 43 Prozent der Fälle wurde die Fahreignung aufgrund von Alkoholvorfällen überprüft, davon betrafen neun Prozent Wiederholungstäter. Drogen- oder Medikamenteneinnahme machten ein Viertel aus. Immerhin fast jeder fünfte Fahrzeughalter (19 Prozent) war „verkehrsauffällig“, ohne dass Sucht- oder Genussmittel im Spiel waren.

Bei den Ergebnissen der MPU gab es gegenüber dem Vorjahr keine relevanten Veränderungen: Von den 75.257 begutachteten Personen waren knapp 57 Prozent „geeignet“ und gut 39 Prozent „ungeeignet“ zum Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr. Vier Prozent erhielten die Empfehlung zur Teilnahme an einem Kurs zur Wiederherstellung der so genannten Kraftfahreignung.

Das MPU-Gutachten ist die psychologische und medizinische Entscheidungsgrundlage für die Straßenverkehrsbehörden, ob eine Person die Fahrerlaubnis erhalten oder zurückerhalten kann oder nicht. Wird die Fahrerlaubnis nicht zugesprochen, können Betroffene die Erteilung nach einem festgesetzten Zeitraum erneut beantragen.


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