Veröffentlicht am 17.04.2026 09:16

Umbau der Wärmeversorgung in Freising

Tobias Grießl von der Freisinger Stadtwerken erklärte den Ausbau des Fernwärme. (Foto: © Rainer Teschner)
Tobias Grießl von der Freisinger Stadtwerken erklärte den Ausbau des Fernwärme. (Foto: © Rainer Teschner)
Tobias Grießl von der Freisinger Stadtwerken erklärte den Ausbau des Fernwärme. (Foto: © Rainer Teschner)
Tobias Grießl von der Freisinger Stadtwerken erklärte den Ausbau des Fernwärme. (Foto: © Rainer Teschner)
Tobias Grießl von der Freisinger Stadtwerken erklärte den Ausbau des Fernwärme. (Foto: © Rainer Teschner)

Das Thema Wärmeversorgung bewegt die Menschen in Freising mehr denn je: Über 100 Bürgerinnen und Bürger strömten kürzlich zu einer Vortragsveranstaltung über die Zukunft des Heizens – so viele, dass der Saal bis auf den letzten Stehplatz gefüllt war. Zahlreiche Interessierte mussten sogar abgewiesen werden. Der enorme Andrang übertraf die Erwartungen der Veranstalter deutlich und unterstreicht, wie groß das Informationsbedürfnis in der Bevölkerung ist. Aufgrund des großen Andrangs wird die Veranstaltung nun wiederholt.

Zusatztermin am 28. April

Wer beim ersten Termin keinen Platz fand oder sich weiter informieren möchte, erhält damit eine neue Gelegenheit am Dienstag, 28. April, von 19 bis 21 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) in den Räumlichkeiten der Freisinger Stadtwerke, Wippenhauser Straße 19. Die Referenten sind Tobias Grießl und Thomas Schwab, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Umbau der Wärmeversorgung

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Agenda21 Energie und Klima in Kooperation mit den Freisinger Stadtwerken. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Wärmeversorgung der Stadt künftig konkret aussehen wird. Hintergrund ist die inzwischen rechtskräftig beschlossene kommunale Wärmeplanung, die nun schrittweise umgesetzt werden soll.
Angesichts steigender Energiepreise und globaler Unsicherheiten wurde deutlich: Der Umbau der Wärmeversorgung ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit. „Jedes Jahr, in dem nicht gehandelt wird, ist ein verlorenes Jahr“, so der Tenor der Veranstaltung.
Die Referenten Tobias Grießl von den Freisinger Stadtwerken und Thomas Schwab, Klimaschutzmanager der Stadt, gaben einen fundierten Einblick in mögliche Lösungen. Sie zeigten auf, welche Stadtgebiete künftig an die Fernwärme angeschlossen werden könnten und wo alternative Systeme wie Wärmepumpen sinnvoll sind. Auch konkrete Ausbaupläne für die Jahre 2027 bis 2029 wurden vorgestellt.
Besonders im Fokus stand die Fernwärme als zentrale Heizlösung: Sie wird zentral erzeugt und direkt in die Gebäude geliefert – eigene Heizkessel oder Brennstofflager sind überflüssig. Mit einem Anteil von 50 Prozent erneuerbarer Energien, künftig sogar mit bis zu 90 Prozent, gilt sie als klimafreundlich und kann langfristig auch finanzielle Vorteile bieten, insbesondere bei steigenden Netzgebühren und Öl- und Gaspreisen.
Doch der Ausbau ist auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen. „Wir können nur dort wachsen, wo Interesse an Fernwärme besteht“, betonte Grießl und rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv auf die Stadtwerke zuzugehen.
Neben technischen Fragen wurden auch ökologische und wirtschaftliche Aspekte intensiv diskutiert: Wie nachhaltig ist die Energieerzeugung tatsächlich? Welche Rolle spielen Biomasse und bestehende Infrastrukturen? Und wie entwickeln sich Kosten und Energiepreise in Zukunft?
Ein zentraler Gedanke blieb dabei besonders hängen: Zukunftsfähiges Heizen basiert auf drei Schritten – Energie einsparen, effizient nutzen und regenerative Quellen wählen.

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