Veröffentlicht am 08.01.2026 09:43

U18-Wahlen starten im Februar

Präsident des Bayerischen Jugendrings: Philipp Seitz. (Foto: Morosini)
Präsident des Bayerischen Jugendrings: Philipp Seitz. (Foto: Morosini)
Präsident des Bayerischen Jugendrings: Philipp Seitz. (Foto: Morosini)
Präsident des Bayerischen Jugendrings: Philipp Seitz. (Foto: Morosini)
Präsident des Bayerischen Jugendrings: Philipp Seitz. (Foto: Morosini)

Mit Blick auf die Kommunalwahl am 8. März ruft der Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), Philipp Seitz, die bayerischen Städte und Gemeinden auf, trotz vielerorts leerer Kassen in die Zukunft zu investieren und nicht an der Jugendarbeit zu sparen. „Jugendarbeit ist kommunale Pflichtaufgabe, dies gilt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten doppelt. Wer in die Jugendarbeit investiert, stärkt die Demokratie”, so Seitz.

Ein zentrales Thema der Jugendarbeit würden auch im kommenden Jahr die Demokratiebildung und die Herausforderung der Jugendarbeit durch rechtsextreme Parolen und Aktivitäten sein, führt Seitz weiter aus. „Wir müssen davon ausgehen, dass es auch 2026 Versuche von Rechtsaußen geben wird, Zuschüsse an demokratische Jugendverbände zu kürzen und damit sowohl der professionellen Begleitung der Jugendarbeit durch Fachkräfte als auch dem jungen Ehrenamt zu schaden. Diesen Angriffen zu widerstehen ist jetzt eine wichtige Aufgabe aller demokratischen Parteien”, betont er. „Die Wahrnehmung unseres demokratischen Systems hängt für junge Menschen sehr davon ab, wie jugendfreundlich sie ihre Kommune erleben, ob es zum Beispiel vor Ort Räume für Jugendkultur gibt oder Möglichkeiten kommunalpolitischer Beteiligung. Nirgendwo wirken sich politische Wahlen so unmittelbar auf die Lebenswelten von jungen Menschen aus, wie bei der Kommunalwahl.“ Der BJR sei sich dieser Signalwirkung bewusst, sei deshalb gut vorbereitet auf den 8. März 2026 und auf das, was davor komme: die mit Spannung erwartete U18-Wahl.

Die U18-Wahl, die Jugendwahl für alle in Bayern lebenden Menschen, die aufgrund ihres Alters nicht wahlberechtigt sind, wird vom 16. bis 27. Februar an vielen Orten stattfinden. Die klassische Stimmzettel-Wahl werde in Pilot-Gemeinden um eine rein digitale Form der Stimmabgabe ergänzt. „Wir freuen uns sehr, Wähler:innen unter 18 dieses Angebot zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales erstmals machen zu können”, erklärt Seitz.

In ganz Bayern werde die Jugendarbeit die U18-Wahlen mit kreativen Aktionen und Formaten begleiten und sie zu einem zentralen Ereignis der politischen Jugendbildung machen, führt der BJR-Präsident aus. So ruft der Kreisjugendring Ebersberg vom 7. Februar bis zum 7. März dazu auf, den Schriftzug „Wählt demokratisch!“ mit Menschen zu bilden und die Botschaft medial zu verbreiten.
Bei den Aktionen und Veranstaltungen zu den U18-Wahlen werde dieses Angebot vor Ort stets mit politischer Bildung verbunden und bei Interesse selbstverständlich auch das komplexe Wahlverfahren für die bayerischen Gemeinde- und Stadträte erklärt, versichert Philipp Seitz.

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