Am Freitag, 27. Februar, ist Equal-Pay-Day. Er markiert die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Doch ungeachtet dieser langen Zeitspanne lassen viele Frauen das Thema Gehalt weiterhin liegen. Trotz der vielfach nachgewiesenen Gehaltsungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern planen gerade einmal 22 Prozent der weiblichen Beschäftigten in Deutschland, ihren Arbeitgeber in diesem Jahr um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Zwei Drittel finden Arbeitgeber attraktiver, die ihre Gehälter offenlegen. Insgesamt sind etwas weniger als ein Drittel der Belegschaften (32 Prozent) überzeugt, dass auch in ihrem Unternehmen Männer grundsätzlich mehr verdienen als ihre weiblichen Kolleginnen. Gleichzeitig glaubt genau die Hälfte das nicht und geht eher von einer gerechten Lohnverteilung zwischen den Geschlechtern aus. Auch hier registrieren die Arbeitsmarktforscher einen Unterschied im Meinungsbild der Geschlechter. Denn während 38 Prozent der Frauen davon ausgehen, dass es bei ihrem aktuellen Arbeitgeber keine Gehaltsgerechtigkeit gibt, glauben das gerade mal 23 Prozent der männlichen Mitarbeiter. Am liebsten wäre es der Mehrheit der Mitarbeitenden schließlich, wenn Arbeitgeber ihre Gehaltsdaten transparent offenlegen. Damit liefern die Beschäftigten ihren Arbeitgebern eine klare Handlungsanleitung. Unternehmen, die das tun, sind aus Sicht von insgesamt fast zwei Drittel (65 Prozent) aller Beschäftigten attraktiver als solche, die das nicht tun.