Nach rund zwei Jahren Vorarbeit hat Ebersberg nun das Siegel „Fairtrade-Stadt“ verliehen bekommen. Bürgermeister Ulrich Proske nahm im Namen der Steuerungsgruppe und der Stadt die Urkunde vom Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz entgegen.
Nach einem Antrag aus den Agenda21-Gruppen hatte der Stadtrat beschlossen, sich offiziell auf den Weg zur Fairtrade-Stadt zu machen. Eigentlich ist Bürgermeister Ulrich Proske ein Fan von regionalen Produkten mit fairen und stabilen Preisen für die örtlichen Erzeuger- und Verarbeitungsbetriebe. „Aber Kaffee, Bananen und Kakao wachsen nun mal nicht bei uns in Bayern“, so das Stadtoberhaupt. Und weiter: „Deswegen ist es wichtig, dass auch die Bauersfamilien in weiter entfernten Anbauländern eine gerechte Bezahlung für ihre Erzeugnisse bekommen, von der sie leben und ihre Kinder in die Schule schicken können.“
Für die Zertifizierung durch den gemeinnützigen Verein Fairtrade Deutschland musste Ebersberg nachweislich fünf Kriterien erfüllen:
Mit der Erfüllung dieser Kriterien ist Ebersberg nun eine von mehr als 900 Fairtrade-Städten in Deutschland. Tragen darf die Stadt den Titel zunächst zwei Jahre lang. Diese Zeit möchte die Steuerungsgruppe für weitere Aktionen zur Förderung des Fairtrade-Gedankens nutzen. Gedacht ist beispielsweise an ein Fair-Frühstück oder eine faire Stadtralleye.
Im Obergeschoß des Rathauses wird die Ausstellung „Fairtrade: Klima & Kampagnen” gezeigt. Sie ist noch bis Donnerstag, 19. Februar, zu den Rathausöffnungszeiten frei zugänglich. Diese sind: Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr. Dabei ist jeweils mittags von 12.30 bis 13.30 Uhr geschlossen. Freitags ist das Rathaus von 8 bis 12 Uhr geöffnet.