Veröffentlicht am 25.08.2026 11:43

Saftige Sache: Gartenbauverein Hartmannshofen presst wieder Obst aus

Sie haben Erfahrung mit Früchten und dem Mostpressen: Valentin Plettner und Vereinsvorstand Thomas Nickl.  (Foto: Thomas Nickl)
Sie haben Erfahrung mit Früchten und dem Mostpressen: Valentin Plettner und Vereinsvorstand Thomas Nickl. (Foto: Thomas Nickl)
Sie haben Erfahrung mit Früchten und dem Mostpressen: Valentin Plettner und Vereinsvorstand Thomas Nickl. (Foto: Thomas Nickl)
Sie haben Erfahrung mit Früchten und dem Mostpressen: Valentin Plettner und Vereinsvorstand Thomas Nickl. (Foto: Thomas Nickl)
Sie haben Erfahrung mit Früchten und dem Mostpressen: Valentin Plettner und Vereinsvorstand Thomas Nickl. (Foto: Thomas Nickl)

Äpfel, Birnen, Quitten – wer diese Früchte im Garten hat und sie verwerten möchte, hat Gelegenheit dazu beim Obst- und Gartenbauverein Hartmannshofen. Bis zum 17. Oktober läuft dort wieder jeden Samstag die vereinseigene Obstpresse. Am 3. Oktober, Tag der deutschen Einheit, wird nicht gepresst. Vorbeikommen kann jeder, egal, ob Mitglied oder nicht. Beginn ist jeweils um 8 Uhr, Ende ungefähr um 15 Uhr. Der Saft den man bekommt, ist ausschließlich vom eigenen Obst. 50 Kilogramm Äpfeln ergeben in der Regel ungefähr 25 bis 35 Liter Most.

Es wird gebeten, die Früchte vorher zu waschen und faulige Stellen auszuschneiden. Auch sollte das Obst unbedingt reif sein, denn bei harten, unreifen Früchten würde das Messer des Hächslers zerstört werden, was zu unangenehmen Verzögerungen führt. Quitten müssen – je nach Größe – halbiert oder geviertelt werden. Weintrauben werden nicht mehr gepresst. Geeignet sind nur gut saftige Obstsorten, vor allem Äpfel, die nicht überreif sind. Unterschiedliche Sorten ergeben in der Regel einen besseren Most. Das Obst möglichst erst kurz vor der Anlieferung zum Pressen sammeln oder pflücken. Fremdkörper wie Zweige, Blätter, Gras oder Steine entfernen. Am besten ist es, das Obst erst am Tag vor der Pressung zu reinigen und zu putzen.

Kanister vor Ort erhältlich

Wichtige Voraussetzung für eine gute Haltbarkeit der Mostes sind neben gesundem Obst saubere Behälter zum Transport des Rohsaftes mit einem intakten Verschluss. Diese können auch an der Mosthütte gekauft werden. Ein Zehn-Liter-Kanister kostet 6 Euro, ein 20-Liter-Kanister 12 Euro. Die Kanister können jahrelang verwendet werden. Trichter und Siebe zum Einfüllen werden vom Verein gestellt.

Zum Pressen ist eine Anmeldung bei Günther Kirchner notwendig. Sie kann unter der Telefon- und Whatsapp-Nummer 0151 - 412 332 75 oder per E-Mail an die Adresse gk1951.kirchner@web.de erfolgen. Dabei die Obstsorte angeben, die gepresst werden soll. Außerdem sollte man die ungefähre Menge in Kilogramm nennen und mitteilen, ob man Mitglied im Obst- und Gartenbauverein ist oder nicht. Mitglieder zahlen ein ermäßigtes Pressentgelt.

Alles ab 10 Kilo ist möglich

Wenn man sich angemeldet hat, bekommt man eine Uhrzeit für das Pressen genannt. Diese ist als Richtwert zu verstehen. Denn bei der altehrwürdigen Mostpresse können unvorhersehbare Ereignisse eintreten, die zu Verzögerungen beim Pressen führen. Der Verein bemüht sich aber, die Wartezeit so kurz wie möglich zu halten. Trotzdem sollte Zeit mitgebracht werden. Es werden auch kleinere Mengen – ab circa 10 Kilogramm – gepresst. Gerade in diesen Fällen behält sich der jeweilige Verantwortliche vor, die Reihenfolge der Anmeldungen zu verändern und Partien zusammenzufassen, um eine optimale Auslastung der Presse zu erhalten.

Da der Obst- und Gartenbauverein nicht darauf eingerichtet ist, den gepressten Saft haltbar zu machen, sollte dieser zu Hause innerhalb von zwei Tagen sterilisiert werden. Dabei gilt als Faustregel: 10 Minuten bei 80 Grad Celsius. Genaueres ist auf der Website des Vereins unter ogv-hartmannshofen.de/wp-content/uploads/2022/09/03-Apfelsafthaltbarmachung-Lagerung-im-PE-Beutel-1.pdf nachzulesen. Zum Aufbewahren des sterilisierten Saftes empfiehlt der Obst- und Gartenbauverein das Bag-in-Box-System mit fünf oder zehn Litern, das es ebenfalls in der Mosthütte zu erwerben gibt. Ein Fünf-Liter-Beutel beziehungsweise -Karton kostet 1 Euro, ein Zehn-Liter-Beutel oder -Karton 1,50 Euro.

Handwagen wartet

Gepresst wird in der Mosthütte. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe des Restaurants an der Ecke Reinoltstraße und Hartmannshofer Straße. Der Obst- und Gartenbauverein weist darauf hin, nicht auf den Wegen des Hartmannhofer Parks zu parken und nicht direkt zur Mosthütte vorzufahren. Ein Parkplatz befindet sich am Ende der Reinoltstraße. Für den Transport zwischen Parkplatz und Mosthütte steht ein Handwagen zur Verfügung. Wer seine Obstkisten und Saftkanister nicht direkt auf den Boden stellen will, sollte eine Plane mitbringen. Hinweis zur Anfahrt: Die Bahn-Unterführung in der Reinoltstraße bei der Schragenhofstraße ist wieder befahrbar.

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