Nachdem das Behinderten-WC am Bahnhof See bereits seit einiger Zeit defekt war und die notwendigen Ersatzteile nicht mehr lieferbar waren, hat sich der Starnberger Stadtrat im vergangenen Jahr dafür ausgesprochen, an derselben Stelle in direkter Umgebung des historischen Bahnhofsgebäudes eine neue und barrierefreie WC-Anlage installieren zu lassen.
Die Stadt Starnberg betreibt sechs öffentliche Toilettenanlagen im Stadtgebiet, die alle tagtäglich von Vandalismus und mutwilligen Verunreinigungen betroffen, teilt die Stadtverwaltung mit. Kaum ist eine Toilettenanlage gereinigt, wird sie direkt wieder verschmutzt. Selbst mehrere Reinigungen pro Tag reichen nicht aus, um die Toiletten dauerhaft in einem hygienisch einwandfreien Zustand zu halten.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt beschweren sich daher völlig zurecht insbesondere in den hochfrequentierten Sommermonaten bei der Stadtverwaltung über den teilweise desolaten Zustand der Toiletten. Um diesen Missständen bei der neuen WC-Anlage am Bahnhof See vorzubeugen, hat sich die Stadt dazu entschieden, eine Nutzungsgebühr von einem Euro zu erheben, die sowohl mit Münzen, Karte als auch auch kontaktlos mit dem Handy oder der Smartwatch bezahlt werden kann.
Die WC-Anlage wird zweimal täglich gereinigt, diese wird durch die Easy-ToClean-Beschichtung vereinfacht. Außerdem sind die Innenwände der Anlage mit einem Antigraffiti-Schutz versehen. Die Anlage bietet ihren Nutzerinnen und Nutzern drei Unisex WCs, von denen eines barrierefrei ausgebaut ist und über einen klappbaren Wickeltisch verfügt. Der Kostenrahmen der Toilettenanlage beläuft sich auf 422.000 Euro. Da die Anlage noch nicht schlussgerechnet ist, können momentan keine Gesamtkosten benannt werden. Die Regierung von Oberbayern beteilitgte sich im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Lebendige Zentren” mit 232.800 Euro an den Kosten.
Daher freute sich Erster Bürgermeister Patrick Janik sehr, zur offiziellen Inbetriebnahme der WC-Anlage Julia Preschern als Vertreterin der Regierung von Oberbayern begrüßen zu dürfen. „Mein besonderer Dank gilt der Regierung von Oberbayern für die großzügige Förderung dieses Projekts. Wir alle wissen um die finanziell angespannte Situation der Stadt. Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Städtebauförderung wäre die Realisierung nicht möglich gewesen. Ich bin sehr froh, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen unserer schönen Stadt nun endlich saubere, moderne und barrierefreie öffentliche Toiletten in zentraler Lage anbieten können”, sagte er.