Veröffentlicht am 08.12.2004 00:00

Die Tradition lebt: in Ismaning

Die Ismaninger Schäffler: kommendes Jahr wieder in Aktion.	 (Fotos: Verein)
Die Ismaninger Schäffler: kommendes Jahr wieder in Aktion. (Fotos: Verein)
Die Ismaninger Schäffler: kommendes Jahr wieder in Aktion. (Fotos: Verein)
Die Ismaninger Schäffler: kommendes Jahr wieder in Aktion. (Fotos: Verein)
Die Ismaninger Schäffler: kommendes Jahr wieder in Aktion. (Fotos: Verein)

Nach sechs Jahren Pause tanzen im Fasching 2005 wieder die Schäffler. Auch die Tänzer des Ismaninger Bauerntheaters halten, parallel zu den Münchner Schäfflergruppen, diese Tradition in Ehren.

Unter der Leitung von Hans Eisenreich proben derzeit 24 Tänzer, Vortänzer und Reifenschwinger. Unterstützung erfahren sie wie immer von insgesamt fünf Kasperln, die im Gegensatz zu den streng disziplinierten Kollegen in Rot, Narrenfreiheit besitzen.

Der Ismaninger Schäfflertanz geht zurück auf das Jahr 1928, und wird seitdem von den Mitgliedern des Bauerntheaters Ismaning, das 1921 gegründet wurde, alle sieben Jahre aufgeführt. Nur im Kriegsjahr 1942 entfiel der Schäfflertanz.

Mit Unterstützung der Blaskapelle Feldkirchen werden die Ismaninger Tänzer zwischen dem 2. Januar 2005 und 6. Februar 2005 etwa 250 Auftritte absolvieren.

Krönender Abschluss bildet der Rosenmontagsball im

Ismaninger Bürgersaal.

Weitere Infos unter der Telefon 9 61 22 13 bei Max Kraus. Die Entstehung des Schäfflertanzes in München wird auf das Jahr 1517 datiert, als in München die Pest auf grauenhafte Weise wütete. Dass der Tanz bis heute alle sieben Jahre aufgeführt wird, dafür gibt es mehrere Thesen: zum einen soll die Pest alle sieben Jahre verstärkt aufgetreten sein. Recht einleuchtend klingt allerdings die Version: in München gab es früher neben dem Schäfflertanz noch mehrere Handwerksbräuche.

Man darf annehmen, dass die Schäffler nach einem bestimmten Zeitplan der Zünfte eingesetzt wurden.

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