Kleines Naturschauspiel

Koordinatorin Sabine Schmid-Zeller kontrolliert die Eimer, in denen die Tiere gesammelt werden. (Foto: Gemeinde Krailling/Solveig Butzert)
Koordinatorin Sabine Schmid-Zeller kontrolliert die Eimer, in denen die Tiere gesammelt werden. (Foto: Gemeinde Krailling/Solveig Butzert)
Koordinatorin Sabine Schmid-Zeller kontrolliert die Eimer, in denen die Tiere gesammelt werden. (Foto: Gemeinde Krailling/Solveig Butzert)
Koordinatorin Sabine Schmid-Zeller kontrolliert die Eimer, in denen die Tiere gesammelt werden. (Foto: Gemeinde Krailling/Solveig Butzert)
Koordinatorin Sabine Schmid-Zeller kontrolliert die Eimer, in denen die Tiere gesammelt werden. (Foto: Gemeinde Krailling/Solveig Butzert)

Es sind meist unscheinbare Momente am Straßenrand: eine Taschenlampe im Morgengrauen, ein Eimer am Krötenzaun, leises Rascheln im Gras. Doch genau dann beginnt jedes Jahr ein kleines Naturschauspiel. Tausende Amphibien machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern – auch in Krailling.

Auf ihrer Wanderung müssen sie häufig Straßen überqueren. Für viele Tiere endet das tödlich. Damit das nicht passiert, engagieren sich Ehrenamtliche der Ortsgruppe Krailling des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BUND). Sie betreuen Amphibienschutzzäune und Fangeimer unter anderem an der Römerstraße bei Gut Hüll sowie am Bauhof-Weiher.

Pro Saison rund 2.000 Tiere

Die Tiere fallen auf ihrer Wanderung in die eingegrabenen Eimer entlang der Zäune. Früh am Morgen oder am Abend werden sie von den Helferinnen und Helfern eingesammelt, bestimmt, gezählt und anschließend sicher zu ihren Laichgewässern gebracht. Pro Saison kommen dabei teilweise über 2.000 Tiere zusammen – darunter Grasfrösche, Springfrösche, Laubfrösche, Bergmolche und Erdkröten. Die Hauptwanderzeit beginnt – je nach Witterung – meist Ende Februar oder im März und dauert bis in den April. Besonders in milden, feuchten Nächten herrscht Hochbetrieb an den Zäunen.

Die Gemeinde Krailling hat in diesem Jahr einen neuen Krötenzaun finanziert und damit den Amphibienschutz vor Ort zusätzlich gestärkt. Der Zaun wurde mit Hilfe der gemeindlichen Bauhof-Mitarbeiter errichtet. Bürgermeister Rudolph Haux betont, wie wichtig dieses Engagement ist: „Der Schutz unserer heimischen Tierwelt lebt vom Einsatz vieler Ehrenamtlicher. Dieses Engagement unterstützen wir als Gemeinde sehr gerne.”

Die Einsätze der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer organisiert Sabine Schmid-Zeller, die die Amphibienretter in Krailling koordiniert. Trotz des großen Engagements werden noch weitere Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht. Wer sich vorstellen kann, gelegentlich bei den Kontrollen der Zäune mitzuhelfen, kann sich gerne melden.

Und auch im Straßenverkehr können alle etwas zum Schutz der Amphibien beitragen. „Bitte fahren Sie an den betroffenen Strecken besonders vorsichtig. So schützen Sie nicht nur die wandernden Tiere, sondern auch die Menschen, die sich frühmorgens oder abends für ihren Schutz einsetzen. Denn manchmal entscheidet schon ein kurzer Moment der Aufmerksamkeit darüber, ob eine Kröte ihr Ziel erreicht”, verlautet aus der Gemeindeverwaltung.

Weitere Infos gibt es unter www.krailling.de.

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