Veröffentlicht am 17.02.2026 09:09

Kein Geld für die Bodensanierung an der Passauerstraße

Seit die Tankstelle 2022 abgerissen wurde, ist an der Passauerstraße 20 nichts mehr vorangegangen. (Foto: job)
Seit die Tankstelle 2022 abgerissen wurde, ist an der Passauerstraße 20 nichts mehr vorangegangen. (Foto: job)
Seit die Tankstelle 2022 abgerissen wurde, ist an der Passauerstraße 20 nichts mehr vorangegangen. (Foto: job)
Seit die Tankstelle 2022 abgerissen wurde, ist an der Passauerstraße 20 nichts mehr vorangegangen. (Foto: job)
Seit die Tankstelle 2022 abgerissen wurde, ist an der Passauerstraße 20 nichts mehr vorangegangen. (Foto: job)

Das Grundstück Passauerstraße 20 (früher ESSO-Tankstelle) wurde im Jahr 2019/2020 durch die Stadt zugunsten der damaligen GWG erworben. 2021 lag eine fertige Planung für Wohnungen vor. Es war vorgesehen, dass diese bis Ende 2025 bezugsfertig sind. Bis heute ist auf dem Grundstück allerdings nichts geschehen. In der zweiten Februarwoche hat die Münchner Wohnen nun endlich den Bauantrag eingereicht.

Zu hohe Kosten für Sanierung

Nach dem planmäßigen Abbruch der Tankstelle im Jahr 2022 zeigte sich das erhebliche Ausmaß der erforderlichen Bodensanierung, erklärt Stadtbaurätin Elisabeth Merk die jahrelangen Verzögerungen. Neben den bereits zuvor bekannten Altlasten wurde eine weitere Altlast, eine Kiesgrube entdeckt, die eine kostspielige Bodensanierung erforderlich macht. Gleichzeitig führten die stark gestiegenen Baukosten in den Jahren 2022/2023 sowie die prognostizierten hohen Sanierungskosten dazu, dass das Projekt mangels Wirtschaftlichkeit nicht mehr finanzierbar war.

Finanzierung bleibt unklar

Daher wurde eine Umplanung angestoßen mit dem Ziel, Kosten einzusparen. Damit verbunden wurde ein neuer Zeitplan, der einen Baubeginn Ende 2026 / Anfang 2027 festlegt. „Seither hat sich die finanzielle Situation leider nicht verbessert, sondern es musste im Gegenteil die bereits zugesicherte Kostenerstattung für die Bodensanierung aufgrund von Haushaltskonsolidierungen zurückgenommen weden”, so Merk. Noch immer befinde sich das Projekt sich in der Entwurfsplanung. Die unklare Finanzierungslage verhindert die Bodensanierung. Geplant sei aber, nach Klärung der Wirtschaftlichkeit und der Fördersituation „Anfang 2026 den Bauantrag einzureichen”.

Wie lange fängt ein Jahr an?

Nachdem das städt. Planungsreferat mitteilte, man werde „Anfang 2026” den Bauantrag einreichen, haben wir auf den Kalender gesehen und festgestellt: Es ist schon Mitte Februar. Wie lange dauert also „Anfang 2026”? Wir haben beim Planungsreferat nachgefragt, aber keine Antwort auf diese Frage bekommen. Zwei Nachfragen waren nötig, dann verwies uns das Planungsreferat an die Münchner Wohnen. Diese teilte nach einigen Tagen mit, dass der Bauantrag in der Woche vom 9. bis 13. Februar eingereicht wurde.

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