Wo besser als in der Burg Grünwald könnte man die neue Ausstellung „Karl Valentin und die alten Rittersleut” präsentieren?! Hat sich doch hier Karl Valentin Anregungen für seine lebenslange Liebe zum Mittelalter im Generellen und zum Rittertum im Speziellen geholt. Zu sehen ist sie dort bis zum 15. November.
Von 1941 bis 1943 wohnte er sogar gleich im benachbarten Schlosshotel, um in München dem Bombenhagel zu entgehen. Die Zeit soll er damals unter anderem dazu genutzt haben, sich in der damals schon arg mitgenommenen Burg auf Schatzsuche begeben zu haben.
Das Thema Mittelalter und Rittertum zieht sich durch sein gesamtes Schaffen. Natürlich ganz in der Manier eines Karl Valentins, von Ehre, Mut oder kühnen Rittersagen hielt Karl Valentin nichts, ihn interessierte immer das Schräge, Komische und Absurde. Bereits 1914 tauchen erstmals Ritter in seinem Programm auf, 1924 schrieb er gemeinsam mit Liesl Karlstadt den Zweiakter „Die Raubritter von München”.
Am Sonntag, 23. August um 18 Uhr werden Filmklassiker von Karl Valentin und Liesl Karlstadt auf der Burg Grünwald gezeigt. Zu sehen sind: „Im Photoatelier“, „Orchesterprobe“, „Der Firmling“, „Im Schallplattenladen“ und „Die Erbschaft“ - die Filme stammen aus den Jahren zwischen 1932 und 1936. Der Eintritt ist frei. Die Dauer beträgt circa zwei Stunden. Gezeigt werden die Filme in der Museumswerkstatt. Da die Plätze vor Ort begrenzt sind, muss man Plätze vorab reserviere unter Te. 089 6413218.
Die Burg ist einfach per Tram Linie 25 (Ausstieg Derbolfinger Platz) erreichbar. Geöffnet ist die Burg von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, für Kinder bis 18 Jahren frei, sonntags 1 Euro für Erwachsene. Der Eintritt ist die Sonderausstellung kostet 4 Euro, das Kombiticket 5 Euro. Wer den Turm besteigen will, muss nochmals 1 Euro bezahlen.