Japanische Gäste besuchen Ernst-Mach-Gymnasium Haar

Gemeinsame Unternehmungen – wie hier zum Schloss Nymphenburg – vertieften das gegenseitige Verständnis zwischen den deutschen und den japanischen Schülern. (Foto: EMG)
Gemeinsame Unternehmungen – wie hier zum Schloss Nymphenburg – vertieften das gegenseitige Verständnis zwischen den deutschen und den japanischen Schülern. (Foto: EMG)
Gemeinsame Unternehmungen – wie hier zum Schloss Nymphenburg – vertieften das gegenseitige Verständnis zwischen den deutschen und den japanischen Schülern. (Foto: EMG)
Gemeinsame Unternehmungen – wie hier zum Schloss Nymphenburg – vertieften das gegenseitige Verständnis zwischen den deutschen und den japanischen Schülern. (Foto: EMG)
Gemeinsame Unternehmungen – wie hier zum Schloss Nymphenburg – vertieften das gegenseitige Verständnis zwischen den deutschen und den japanischen Schülern. (Foto: EMG)

Zehn Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte aus der japanischen Partnerschule Futaba Future School in Fukushima haben Mitte Januar eine bereichernde Zeit am Ernst-Mach-Gymnasium Haar und bei ihren deutschen Gastfamilien, den Familien ihrer Partnern aus den 10. Klassen, verbracht.

Nach einem ersten Kennenlernen online startete die Begegnung bereits in der ersten Weihnachtsferienwoche als sogenannter „Virtual Homestay”: Die japanischen Jugendlichen führten ihre deutschen Austauschpartner virtuell durch ihre Wohnungen, stellten Räume und Gegenstände vor und gaben so einen ersten, persönlichen Eindruck von ihrem Leben in Japan. Diese erste digitale Begegnung erleichterte das spätere Zusammenleben.

Kennenlernen und Alltag teilen

Beide Seiten nutzten die Zeit in Haar, um die jeweils andere Kultur kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen. Die Gastgeber berichteten, dass die japanischen Gäste anfangs höflich und zurückhaltend wirkten und etwas Zeit brauchten, um sich an die neue Umgebung und die Familien zu gewöhnen. Nachdem anfängliche Kommunikationsschwierigkeiten überwunden waren, wurden die Austauschpartner jedoch deutlich offener und zugänglicher. Gemeinsame Unternehmungen – von Stadterkundungen in München bis zu Abenden mit Kochen und Film – vertieften das gegenseitige Verständnis.

Kultur und Kulinarik als Brücke

Besonders eindrücklich waren die vielen Gespräche über den Alltag in Japan und das gemeinsame Probieren der Lieblingssnacks der Gäste. Beim gemeinsamen Kochen und beim Austausch über Essgewohnheiten zeigten sich Unterschiede, aber auch große Neugier und Respekt füreinander. „Die vielen Gespräche über den Alltag in Japan sowie das gemeinsame Probieren der Lieblingssnacks unserer Austauschpartner werden wir nie vergessen“, fassten die Schüler ihre Eindrücke zusammen.

Ein Höhepunkt der Woche war eine Feier in den Räumlichkeiten der Sankt-Bonifatius-Kirchengemeinde in Haar. Für das Buffet brachten die deutschen Schülerinnen und Schüler Speisen von zuhause mit, während die japanischen Gäste vor Ort Spezialitäten aus ihrer Heimat zubereiteten. Nach dem Essen wurde getanzt und gefeiert.

Schwerer Abschied am letzten Abend

Der letzte Austauschtag begann mit einem ernsten Programmpunkt: Die japanischen Gäste besuchten am Vormittag die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau. Die Erfahrung wirkte nach, und die Stimmung am Nachmittag war entsprechend gedrückt. Trotzdem versuchten alle, die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen: Fotokabinen-Fotos, Souvenir-Shopping und ein letzter Spaziergang durch München rundeten den Besuch ab. Die Verabschiedung am Abend fiel beiden Seiten schwer, die Hoffnung, den Kontakt zu halten, war groß. Für alle Beteiligten war es eine prägende Erfahrung – kulturell lehrreich und menschlich bereichernd.

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