Am Mittwoch, 15. April, um 19 Uhr wird im Gemeindearchiv (Pasinger Str. 22) die Ausstellung „100 Jahre Waldkirche Planegg” eröffnet. Der Auftakt mit Begrüßung, Einführung und musikalischer Umrahmung findet im Konzertsaal der Musikschule (Pasinger Str. 16) statt. Der Eintritt ist frei.
Am westlichen Ortsrand von Planegg, versteckt zwischen Bäumen, liegt ein architektonisches Juwel: Die Waldkirche. Sie ist ein bedeutendes Spätwerk des einflussreichen Architekten und Städteplaners Theodor Fischer (1862-1938). Fischer verwirklichte hier am Ende seiner Karriere erstmals eine Art des Kirchenbaus, die er als genuin evangelisch empfand: einen Zentralbau mit dem Altar in der Mitte, um den die Gemeinde sich versammelt. Ein für damalige Zeiten revolutionärer Entwurf, der ziemlichen Gegenwind erntete.
Es war die kleine evangelische Diasporagemeinde in Planegg, die sich in den frühen Zwanziger Jahren für den Bau ihrer eigenen Kirche einsetzte, sie durch geschicktes und hartnäckiges deutschlandweites „Fundraising” finanzierte und dazu den Ehrgeiz besaß, den „Stararchitekten” Fischer für den Entwurf zu gewinnen.
Zum 100-jährigen Jubiläum der Waldkirche präsentiert die Evang.-Luth. Kirchengemeinde die Geschichte und Symbolik des Baus und zeigt dazu bisher unveröffentlichte Fotos, Dokumente und Exponate. Die Ausstellung, die bereits im Dezember für nur wenige Nachmittage im Gemeindehaus der Waldkirche zu sehen war, kann nun – ergänzt um zusätzliche Exponate – bis 22. Mai im Gemeindearchiv angesehen werden.
Öffnungszeiten: Mo.-Fr., 9 bis 12 Uhr, Di. 14 bis 17 Uhr (an Feiertagen geschlossen).