Für'n Huaba und d'Huabarin is nix. De kennan's scho. Aber Frau Paschke und ihr Mann werden davon profitieren und riesig viel Spaß haben: Ab Dienstag, 5. März, bietet das Evangelische Bildungswerk München (ebw) wieder den beliebten Kurs „Bairisch für Zuagroaste” an. Unter der Leitung des renommierten Kabarettisten und Schauspielers Moses Wolff lernen die Teilnehmer auf entspannte und heitere Weise nicht nur die sprachlichen Feinheiten des bairischen Dialekts, sie tauchen auch tief in die kulturellen Besonderheiten des Freistaates ein. Der Kurs erstreckt sich über fünf Doppelstunden und vermittelt praktisches Wissen – vom korrekten Weißwurstessen bis hin zur angemessenen Kommunikation am Stammtisch. „Es geht uns nicht nur um Sprache, sondern um echtes kulturelles Verständnis”, erklärt der Kursleiter, der als „Münchner Kindl” und Oktoberfestkenner authentische Einblicke garantiert.
Die Themen reichen von Gastronomie und Wanderkultur bis hin zu bayerischer Höflichkeit und dem richtigen Umgang mit dem Einheimischen. Egal, ob man beim Wirt oder in der U-Bahn glänzen möchte, “bei uns lernstas gscheid”, sagt Moses Wolff. A bisserl was geht oiwei. Man lernt jene Zwischentöne kennen, in denen Bayern seit Jahrhunderten denkt, lacht und grantelt. Und vielleicht entdeckt man dabei, dass der Dialekt nichts Provinzielles ist, sondern auf poetische Art dazu beiträgt, dem alpinen Wesen heiter und gelassen zu begegnen.
„Bairisch für Zuagroaste, ein Kurs für alle, die es wissen möchten” findet in den Räumen des Evangelischen Bildungswerks im dritten Stock der Herzog-Wilhelm-Straße 24 statt. Der Teilnahmepreis beträgt 15 Euro pro Termin. Wer sich nichts entgehen lassen will, nimmt alle fünf Termine wahr und zahlt insgesamt 75 Euro. Für Paare gibt es einen Rabatt von 15 Euro. Mitglieder von Gruppen ab vier Personen sind mit 55 Euro dabei. Die Anmeldung erfolgt unter der Adresse www.ebw-muenchen.de/anmeldung/?id=13708.
Neben den wichtigsten Wörtern und Redewendungen für Alltagssituationen, beispielsweise „Servus” und „Pfiad eich”, lernt der Zuagroaste auch einiges über das richtige Timing, die Sprachmelodie und die Kunst der Pausen. Er erfährt also, was man sagt und was man lieber verschweigen sollte. Im gastronomischen Teil des Kurses gibt es unter anderem Insidertipps für den Oktoberfestbesuch, Auskunft zur Frage, ob man „lecker” sagen darf, wenn es einem geschmeckt hat, und Tipps für das richtige Bier. Was man beim Besuch einer traditionellen Familie beachten sollte und wie man – charmant – in eine öffentliche Diskussion einsteigt, ohne dass der Watschnbaum umfällt, sind weitere Inhaltspunkte des Kurses.
Insgesamt fünf Termine, jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr, sind für den Kurs reserviert. Man kann sie alle besuchen oder auch nur an einem oder mehreren teilnehmen: