„Falter im Fokus”

Hübsch anzusehen: Ein Admiral auf einer Schlehenblüte. (Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer/LBV Bildarchiv)
Hübsch anzusehen: Ein Admiral auf einer Schlehenblüte. (Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer/LBV Bildarchiv)
Hübsch anzusehen: Ein Admiral auf einer Schlehenblüte. (Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer/LBV Bildarchiv)
Hübsch anzusehen: Ein Admiral auf einer Schlehenblüte. (Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer/LBV Bildarchiv)
Hübsch anzusehen: Ein Admiral auf einer Schlehenblüte. (Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer/LBV Bildarchiv)

Mit den ersten milden frühlingshaften Tagen des Jahres erwacht auch die heimische Schmetterlingswelt zu neuem Leben. Neben Tagpfauenaugen und Zitronenfaltern, die bekannte Frühlingsboten sind, können möglicherweise auch Admiral und Taubenschwänzchen bereits beobachtet werden.

Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern) ruft deshalb dazu auf, jetzt besonders aufmerksam zu sein und jede Sichtung dieser beiden Fokus-Arten im Mitmachprojekt „Falter im Fokus” zu melden.

„Bereits im Dezember gingen einige Meldungen von Admiralen und Taubenschwänzchen bei uns ein. Das zeigt, dass sie versucht haben, in Bayern zu überwintern. Nun wollen wir wissen: Wie viele Falter haben den Winter tatsächlich überstanden und wo tauchen sie jetzt auf?”, erklärt Schmetterlings-Experte Simon Habermann.

Auf Lichtungen unterwegs

Steigen die Temperaturen in den kommenden Wochen an, werden immer mehr überwinterte Falter aktiv. Im zeitigen Frühjahr nutzen sie die ersten verfügbaren Nektarquellen und können häufig an früh blühenden Pflanzen auf Lichtungen, an Waldrändern oder in naturnahen Gärten beobachtet werden. „Taubenschwänzchen lassen sich manchmal an Frühblühern wie Schneeglöckchen entdecken. Admirale hingegen fliegen im Frühjahr bevorzugt früh blühende Gehölze wie Schlehe oder Salweide an, die für sie eine wichtige erste Energiequelle sind”, weiß der LBV-Schmetterlingsexperte.

Das beliebte Projekt „Falter im Fokus” geht heuer bereits in sein drittes Jahr. Beim letzten Meldeaufruf im Dezember zeigte sich erneut, wie groß die Begeisterung der Menschen in Bayern für Schmetterlinge ist: Über 50 Meldungen zum Admiral und über 30 Meldungen zum Taubenschwänzchen gingen im Laufe des Monats ein – die meisten davon an den wenigen warmen Tagen Mitte Dezember. Die Beobachtungen stammten dabei verstreut aus dem ganzen Freistaat, wobei sich beim Admiral ein leichter Schwerpunkt in Südbayern abzeichnet.
Ursprünglich verbringen die beiden Fokus-Arten den Winter in wärmeren Regionen Südeuropas oder sogar Nordafrikas und kehren erst später im Frühjahr, meist ab Mitte April, nach Bayern zurück. Durch die zunehmend milderen Winter versuchen jedoch immer mehr der Tiere, hier zu überwintern. Alle Falter, die jetzt im zeitigen Frühjahr bereits unterwegs sind, gelten daher als erfolgreiche Überwinterer.

„Jede einzelne Meldung hilft uns”

„Für das Projekt sind solche Beobachtungen besonders wertvoll, weil sie direkt zeigen, wo und unter welchen Bedingungen die beiden Arten den Winter in Bayern überleben konnten. Jede einzelne Meldung hilft uns besser zu verstehen, wie stark sich das Überwinterungsverhalten bereits verändert hat und welche Regionen dafür besonders geeignet erscheinen,” sagt Simon Habermann.
Die Schmetterlinge können über www.lbv.de/falter-im-fokus gemeldet werden. Alle Schmetterlingsdaten werden an „Schmetterlinge in Bayern” der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Entomologen e.V. (ABE) weitergeleitet, um sie bestehenden Daten zuzuführen und eine weitere Verwendung zu gewährleisten. Mehr Infos unter www.schmetterlingebayern.de.

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