Eine Gruppe engagierter Menschen aus Freiham hat in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Grete das Format „Buchstaben + Suppe” ins Leben gerufen.
In der Veranstaltungsreihe werden Münchner Autorinnen und Autoren aus ihren Werken lesen. Im Anschluss gibt es Suppe und die Möglichkeit, untereinander ins Gespräch zu kommen. Die ersten beiden Termine stehen bereits fest: Am Freitag, 23. Oktober, liest Sophia Klink, am Freitag, 27. November, liest Slata Roschal. Die Veranstaltungen finden im Casino der Wohngenossenschaft wagnisWest (Aubinger Allee 48) statt.
Das zukünftige Grete Kulturzentrum Freiham bietet Kultur von allen und für alle. Neben eigenen Veranstaltungen, Mitmachangeboten und Projekten fördert das Team bereits jetzt Menschen aus dem Münchner Westen, die sich mit eigenen Projekten kulturell engagieren möchten. Für „Buchstaben + Suppe” haben sich einige Lesebegeisterte der Wohngenossenschaft wagnisWest als Gruppe zusammengeschlossen, um ein beständiges Format für literaturinteressierte Menschen zu schaffen. Gemeinsam mit dem Kulturzentrum Grete entwickelten sie ein Leseformat, bei dem es auch Raum für Gespräche und Interaktion gibt. „Dabei interessieren uns insbesondere Autor:innen, die ein aktuelles Buch vorstellen oder wie im Fall von Sophia Klink ein Debüt”, so Marit Borcherding, Mitinitatorin des Formats.
Bei der Erstausgabe des Formats „Buchstaben + Suppe” liest Sophia Klink am Freitag, 23. Oktober, aus ihrem bildmächtigen und sprachlich brillanten Romandebüt „Kurilensee”. Klimawandel und Überfischung bedrohen die Lachsbestände des Kurilensees. Fasziniert von der magischen Wildnis der Kamtschatka versucht die Biologin Anna zu retten, was zu retten ist. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weiter geht es am Freitag, 27. November, ebenfalls um 19.30 Uhr. An diesem Abend liest Slata Roschal aus ihrem Roman „Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet”. Die Autorin erzählt mit messerscharfer Präzision von Klassenunterschieden, die sich in Trinkgeldern, gebügelten Servietten und Sitzordnungen manifestieren. Ein Roman über Menschen, die servieren, und Menschen, die sich bedienen lassen – lakonisch, bitterkomisch und von erschreckender Gegenwärtigkeit.
Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Münchner Stadtbibliothek am Westkreuz. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird unter Tel. 089/233772427 oder per Mail an stb.amwestkreuz.kult@muenchen.de gebeten.
Sobald das Kulturzentrum Grete eröffnet hat, kann die Lesereihe dorthin umziehen. Bis es aber soweit ist, stellt die Wohngenossenschaft wagnisWest als Kooperationspartner ihr Casino zur Verfügung - ein Gemeinschaftsraum, der auch für kulturelle Zwecke genutzt wird.