Veröffentlicht am 20.10.2026 13:19

Brand in Tiefgarage: Verdächtiger festgenommen

Am Montag, 19. Oktober, gegen 20.45 Uhr bemerkten mehrere Passanten einen lauten Knall und anschließend starken Rauch aus einer Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses in der Hanauer Straße. Da mehrere Zeugen dem Polizeinotruf 110 von einem Mann berichteten, der kurz vor dem Knall die Tiefgarage verlassen und sich anschließend fluchtartig entfernt hatte, wurden direkt mehrere Einsatzkräfte der Polizei dorthin geschickt.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein Auto in Vollbrand, die gesamte Tiefgarage war verraucht. Um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern, entschied der Einsatzleiter, die Brandbekämpfung von zwei Seiten aus einzuleiten. Ein Löschangriff erfolgte über die Abfahrtsrampe der Tiefgarage, da von dieser Seite kein weiterer Zugang zum Parkdeck möglich war. Der zweite Angriffsweg führte über das Treppenhaus des angrenzenden Wohngebäudes.

Vier Stoßtrupps bekämpfen Feuer

Da das Ausmaß des Brandes wegen des starken Rauchs zunächst nicht eindeutig erkennbar war, gingen insgesamt vier Stoßtrupps zur Brandbekämpfung in die Tiefgarage vor - jeweils zwei über beide Zugangswege mit einer ausreichenden Länge an Schläuchen. Ein Stoßtrupp der Feuerwehr München besteht jeweils aus fünf Atemschutzgeräteträgern.

Feuer war zügig unter Kontrolle

Durch den beidseitigen Löschangriff konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht werden. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Fahrzeuge wurde verhindert. Die Einsatzkräfte löschten den brennenden Pkw anschließend vollständig ab. Verletzt wurde niemand.

Neben dem vollständig ausgebrannten Pkw wurden etwa zehn weitere in der Garage abgestellte Fahrzeuge sowie die Bausubstanz der Tiefgarage teilweise erheblich beschädigt. Insgesamt wird der entstandene Sachschaden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt.

Fahndung mit Hubschrauber

Aufgrund der Mitteilungen der Zeugen ergab sich der Verdacht einer Brandstiftung. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, an denen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, brachten zunächst keine weiteren Hinweise. Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergaben sich dann aber Hinweise auf einen Tatverdächtigen. Im weiteren Verlauf konnte der Aufenthaltsort des 34-Jährigen ermittelt werden, wo Polizeibeamte ihn vorläufig festnahmen. Gegen den 34-Jährigen wird wegen Brandstiftung ermittelt und er wird einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

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