Bis zu 20.000 Zuschauer erwartet

Letztes Jahr mit dabei: die kunterbunten Glücksbärchies. (Foto: Tanja Fiedler)
Letztes Jahr mit dabei: die kunterbunten Glücksbärchies. (Foto: Tanja Fiedler)
Letztes Jahr mit dabei: die kunterbunten Glücksbärchies. (Foto: Tanja Fiedler)
Letztes Jahr mit dabei: die kunterbunten Glücksbärchies. (Foto: Tanja Fiedler)
Letztes Jahr mit dabei: die kunterbunten Glücksbärchies. (Foto: Tanja Fiedler)

Das Faschingskomitee Indersdorf veranstaltet heuer zum 51. Mal den Faschingssonntag (15. Februar) in Markt Indersdorf. Im Rahmen der jährlichen Sicherheitssitzung stimmten sich das Komitee und die Gemeinde mit den Zugführern, dem Sicherheitsunternehmen, der Polizei, der Feuerwehr, dem BRK und Vertretern des Landkreises ab.

Beginn um 12.45 Uhr

Wie bereits in den letzten Jahren werden ca. 60 bis 70 Wägen und Fußgruppen, sowie bei gutem Wetter ca. 15.000 bis 20.000 Zuschauer erwartet. Der Umzug beginnt um 12.45 Uhr am Kreisverkehr Waldfriedhof. Es ist dringend erforderlich, dass alle Faschingswägen und Gruppen bis spätestens 11.45 Uhr die Pasenbacher Straße Abzweigung nach Gut Häusern passiert haben. Ansonsten behalten sich die Organisatoren vor, den Wagen bzw. die Gruppe von der Teilnahme am Umzug auszuschließen. Die Kontrolle der Wägen findet bei der Aufstellung an der Pasenbacherstraße statt. Dies hat sich in den letzten Jahren bereits gut bewährt. Auch die Überprüfung der maximalen Abmessungen (4,20 m Höhe und 3,00 m Breite) wird wieder durchgeführt. Zudem werden das Verbot von Glasflaschen, die Ausrichtung der Lautsprecherboxen überprüft. Es ist zwingend notwendig, dass der Fahrer des Faschingswagens sich bei seinem Fahrzeug aufhält.

Ein Euro mehr ist notwendig

Das Faschingskomitee möchte alle Teilnehmer und auch die Zuschauer auf das Glasflaschenverbot hinweisen. Im letzten Jahr ist es zu einem gefährlichen Unfall mit einem Zugfahrzeug gekommen. Eine Glasflasche hatte den Reifen eines Traktors beschädigt. Dieser konnte daraufhin nicht mehr am Umzug teilnehmen und musste aufwendig repariert werden. Alle Anwesenden werden gebeten, sich an das Glasverbot zu halten. In den letzten Jahren sind die Ausgabeposten für die Durchführung der Veranstaltung immer mehr angestiegen. Hierzu zählen z.B. die sanitären Anlagen, eine sehr hohe Inflation und die extrem gestiegenen Sicherheitskosten. Der Unkostenbeitrag für den Faschingssonntag von 3 Euro konnte in den letzten sieben Jahren konstant gehalten werden. Viele Umzüge im Freistaat stehen wegen der extremen finanziellen Herausforderungen unter hoher Belastung. Der Umzug z.B. in Asbach-Bäumenheim wurde vor kurzem abgesagt. Deshalb sehen sich die Veranstalter veranlasst, den Unkostenbeitrag auf 4 Euro anzuheben, um den Faschingsumzug in Markt Indersdorf auch in Zukunft gut durchführen zu können. Die Festzeichen können bei den offiziellen Kassieren bezogen werden. Der Erlös des Faschingssonntags wird zu 100 % für soziale Zwecke verwendet, hauptsächlich für die Ausrichtung des Seniorennachmittags am Volksfest Markt Indersdorf. Das Faschingskomitee Indersdorf freut sich auf einen friedlichen und sonnigen Faschingssonntag.

Konsens zur Lautstärke

In den letzten Jahren erreichten die Faschingskomitees des Landkreises Dachau und darüber hinaus immer mehr Beschwerden bezüglich zu hoher Lautstärke auf den Faschingsumzügen. Die Faschingskomitees des Landkreises haben sich in Vorbereitung auf die Saison 2026 bezüglich dieses Themas abgestimmt. Dazu wurden alle verantwortlichen Wagenbauer nach Indersdorf ins Rathaus eingeladen. Den Organisatoren ist es seit jeher wichtig, mit den Faschingsgruppen auf Augenhöhe Probleme zu lösen und die Gruppen nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dies geschah in der Vergangenheit auch schon bei z.B. bei der Vorgabe der Höhenbeschränkung im Jahr 2017 nach einem Unfall, bei dem ein Teilnehmer vom Dach eines Wagens gestürzt ist. Damals wurde ebenfalls vor Ort in Indersdorf mit den Wagenbauern ein Konsens zu der Höhenbeschränkung gefunden. Genauso ist es diese Mal wieder durchgeführt worden. Die Gruppen wurden bei dem vor Ort Treffen auf die aktuelle Situation der Faschingsumzüge aufmerksam gemacht. Durch die teilweise zu hohe Lautstärke sinkt die Akzeptanz der Bevölkerung. Auch eine gesundheitliche Gefahr und ggf. rechtliche Folgen gehen von dieser Problemsituation aus. Die Faschingskomitees haben zusammen mit dem Landratsamt Dachau die aktuellen gesetzlichen Grundlagen dafür zur Vorlage genommen und den Messwert auf 95 dB(A) gemessen mit 1 Meter Abstand zum Faschingswagen in den Auflagen festgesetzt. Der Vorschlag von den Wagenbauern, am Anfang von jedem Faschingsumzug eine Messtafel mit dB(A) Anzeige aufzubauen, wurde für sehr sinnvoll befunden und umgesetzt. Ab diesem Jahr wird auf allen vier Umzügen im Landkreis Petershausen, Vierkirchen, Indersdorf und Weichs durch eine Fachfirma die Laustärke der Faschingswägen gemessen. Sollten Gruppen z.B. in Petershausen auffallen, werden die Informationen an die darauffolgenden Umzüge weitergegeben und daraus Konsequenzen gezogen.

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