Ein großes Faschingsspektakel erwartet am Sonntag, 15. Februar, den Münchner Nordosten, wenn sich der Gaudiwurm wieder durch Johanneskirchen und Oberföhring schlängelt. Der bunte Faschingsumzug startet um 13 Uhr beim Johanneskirchner Maibaum am Huuezziplatz und kommt gegen 15.30 Uhr im Bürgerpark Oberföhring an. Dort darf ebenfalls ausgelassen Fasching gefeiert werden.
Rund 30 Wägen und Fußgruppen nehmen heuer am Umzug teil, erläutert Fränky Grauel, Erster Vorstand der Faschingsgesellschaft Feringa, die den Gaudiwurm organisiert. Darunter sind Gespanne mit Traktor und Hängern, Autos mit Anhängern, Bollerwagen sowie reine Fußgruppen. Neben der Feringa beteiligen sich auch andere Faschingsgesellschaften aus München und Umgebung am Gaudiwurm. Zahlreiche andere Vereine aus Johanneskirchen, Oberföhring und Bogenhausen sind ebenfalls vertreten.
Das besondere am Gaudiwurm ist, dass er als einziger Faschingszug in München seit über 40 Jahren durchgehend von einem Verein veranstaltet wird. Ausgefallen ist der Gaudiwurm seit seiner Premiere anno 1983 nur, wenn das Wetter oder die politische Lage keinen Umzug zuließen - einmal wegen eines Schneesturms, 1991 wegen des Golfkriegs sowie 2021 und 2022 wegen der Corona-Pandemie. Im Vorjahr konnte der Gaudiwurm stattfinden, jedoch unter hohen Sicherheitsauflagen: Zwei Wochen vorher war ein Attentäter gezielt in eine gewerkschaftliche Demonstration gefahren, wobei zwei Menschen ums Leben kamen. Daraufhin wurde unter anderem der Faschingszug der „Damischen Ritter” in der Münchner Innenstadt aus Pietäts- und Sicherheitsgründen abgesagt. Die Feringa wollte mit ihrem Gaudiwurm jedoch ein Zeichen gegen den Terror setzen und die Münchnerinnen und Münchner erfreuen - und durfte trotz hoher Auflagen noch mehr Faschingsfreunde als sonst beim Umzug begrüßen.
Im Gegensatz zum Vorjahr seien die Sicherheitsvorkehrungen heuer überschaubar, meint Fränky Grauel. An den großen Kreuzungen auf dem Weg von Johannneskirchen nach Oberföhring werden die Polizei und die Freiwillige Feuerwehr Oberföhring mit Absperrmaßnahmen unterstützen. Ansonsten gilt der Auflagenbescheid der Stadt München: Dieser beinhaltet feuerpolizeiliche Maßnahmen und das Immissionsschutzgesetz. Zudem muss für jedes Gefährt je nach Größe eine bestimmte Anzahl an Ordnern abgestellt werden. Das Ziel ist natürlich, dass alle Mitwirkenden und Schaulustigen den Gaudiwurm genießen und anschließend im Bürgerpark Oberföhring gemeinsam Fasching feiern können. Zum bunten Faschingstreiben mit Musik, Tanz, Speis und Trank lädt wie gewohnt die Vereinsgemeinschaft 29 (VG 29) ein. Der Eintritt ist frei.
Für die Feringa, die ihr Vereinsheim in Haus 6 des Bürgerparks hat, stellt der Gaudiwurm alljährlich einen Höhepunkt der Faschingssaison dar. Doch auch danach haben das diesjährige Prinzenpaar, Prinz Moritz I. und Prinzessin Lisa I., die Prinzengarde und die Tanzgruppe „Knödel Toni Gang” noch einige Auftritte vor sich: So sind sie am Rosenmontag, 16. Februar, um 14 Uhr im PEP Neuperlach, um 16 Uhr beim Faschingstreiben am Stachus und um 17 Uhr im Media Markt Unterföhring zu Gast. Am Faschingsdienstag, 17. Februar, kann man die Föhringer Narren um 11 Uhr im Ismaninger Hain, um 13 Uhr am Münchner Rotkreuzplatz sowie um 15.30 Uhr in Hallbergmoos in Aktion erleben - bevor dann am Aschermittwoch alles vorbei ist.