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Bezirksausschuss will rechtzeitig Maßnahmen eingeläutet wissen
Perlach · Droht am Hachinger Bach Hochwasser?

Der Hachinger Bach könnte unter extremen Bedingungen über die Ufer treten. Foto: aha
Perlach · Vom Hachinger Bach, der sich so friedlich durch Perlach schlängelt, geht eine Überflutungsgefahr aus. Statistisch gesehen könnte er einmal in Hundert Jahren über die Ufer treten, so dass Schäden drohen. »Ob das in zehn oder erst in einhundertzehn Jahren stattfindet, wissen wir nicht«, sagt Rudolph Fuchs vom Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU).
Das RGU hat im Rahmen des bayernweiten Projekts »Ermittlung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten«, das 1996 initiiert wurde, festgestellt, dass eine Überflutungsgefahr droht. Der Hachinger Bach wurde im Rahmen des Projekts zwischen der südlichen Stadtgrenze und dem Bahndamm Perlach vorsorglich vermessen. Seine Wassermenge wurde hydraulisch berechnet und das mögliche Überschwemmungsgebiet in Karten dargestellt.
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»Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre«, wie z.B. das Pfingsthochwasser 1999, »haben gezeigt, dass es wichtig ist, aktiv vorzusorgen, um Schäden zu minimieren«, schreibt das Wasserwirtschaftsamt München in seinem Projektbericht. Da es sich bei dem ermittelten Überschwemmungsgebiet um ein Siedlungsgebiet mit hohem Schadenspotenzial handele, müsse das RGU dieses Gebiet als Überschwemmungsgebiet förmlich festsetzen, informierte Fuchs den Bezirksausschuss (BA) 16 Ramersdorf-Perlach.
Was bedeutet das für die Anwohner? Zunächst nichts besonderes. Damit es überhaupt zu einem Hochwasser kommen kann, müsste es nach Aussage von Uli Walter, der die Geschichte des Hachinger Bachs untersucht hat, einen Jahrhundertregen und zugleich mehrere Tage lang erhebliche Minustemperaturen geben, damit der Grund des Baches zugefroren ist. »Gefahr droht, wenn der Bach bei Grundeis nicht schnell genug an der Versickerungsstelle in Unterhaching abgesperrt wird. Nur dann könnte der Bach theoretisch dort, wo er unter dem Perlacher Bahndamm durchfließt, über die Ufer treten«, erklärt Walter, durch dessen Garten der Hachinger Bach fließt. »Zur Hochwassergefahr gehört es, dass Grundwasser steigt. Es sinkt aber seit Jahren«, ergänzt er.
Rein theoretisch droht aber Gefahr. Was das nun für Bebauungspläne hieße, wollte der BA wissen. »München kann nur unter bestimmten Ausnahmen im betroffenen Bereich Wohn- und Gewerbegebiete festsetzen«, sagte Fuchs. Die Wohnbauten müssten entsprechend hochwassertauglich sein, Wohn- und Aufenthaltsräume dürften also nur oberhalb der Hochwasserjahrhundertlinie sein, nicht etwa im Souterrain. BA-Mitglied Thomas Kauer (CSU) wollte wissen, wie die Überflutungsgefahr die Planungen der Südanbindung Perlach beeinflussen würde. Das könne er noch nicht sagen, antwortete Fuchs, »da sind Stadtverwaltung und Landratsamt zuständig, die in enger Abstimmung zusammenarbeiten«.
Angela Boschert
Artikel vom 23.12.2009Auf Facebook teilen / empfehlen Whatsapp
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