Auch Mütter leiden unter Gewalt

Frauenhaus Erding hilft allen Frauen in Notlagen

Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland ein nach wie vor großes Problem. Foto: CCO

Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland ein nach wie vor großes Problem. Foto: CCO

Erding · Nach den neuesten Zahlen des Bundeskriminalamtes gab es im Jahr 2019 bei Straftaten der Partnerschaftsgewalt 141.792 Fälle. Über 80 Prozent bezogen sich auf Gewalt gegen Frauen. Die meisten Opfer sind zwischen 30 und 40 Jahre alt. Unter diesen Frauen sind zahlreiche Mütter. Sie dürfen wir am Muttertag nicht vergessen.

Am 9. Mai wird unseren Müttern danke gesagt. Wir denken an sie, bringen Blumen vorbei und soweit möglich verbringen wir einen schönen Sonntagnachmittag mit ihnen. Unter diesen Müttern gibt es zahlreiche Opfer häuslicher Gewalt. Laut dem Frauenhaus-Koordinierung e.V. meldeten 2019 rund 180 Frauenhäuser in Deutschland ihre Daten. Insgesamt lebten über 7.000 Frauen mit rund 8.100 Kindern in Frauenhäusern.

„Wenn wir mit unseren Müttern gemütlich am Kaffeetisch sitzen, sollten wir auch an Mütter denken, denen es nicht so gut geht.“ sagt BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden. Seit 1. März 2018 betreibt das BRK das Frauenhaus im Landkreis Erding.

Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses erlebten in den letzten Jahren viel Gutes, aber auch viel Trauriges. Es kommt vor, dass die Frauen mit ihren Kindern in das Frauenhaus fliehen, nur mit dem, was sie auf dem Leib tragen. Dann sind die Mitarbeiterinnen froh, wenn sie einen Fundus an ganz verschiedenen alltäglichen Dingen haben. Das Frauenhaus bekommt Sachspenden aus der Bevölkerung. Gut wären zusätzlich Geldspenden, dann können Dinge kurzfristig beschafft werden, die gerade notwendig sind. Spenden können auf das Konto bei der Sparkasse Erding-Dorfen überwiesen werden: IBAN: DE48 7005 1995 0000 0160 55, Verwendungszweck: Frauenhaus.

Sind die Frauen eingezogen und etwas zur Ruhe gekommen, stehen Aktivitäten an. So wird gemeinsam der Garten des Frauenhauses gestaltet und gepflegt, aber auch Ausflüge unternommen. Dies dient der Gestaltung eines normalen Alltags und ist Balsam für die Seele.

Auch in Corona-Zeiten ist das Frauenhaus Helfer bei häuslicher Gewalt. Die Telefone sind rund um die Uhr besetzt: Frauenhaus 08122/976242, Frauennotruf 08122/976243. dap

Artikel vom 06.05.2021
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