Stimmkreis 107: Bestimmen Sie die Zukunft Bayern mit, gehen Sie zur Landtagswahl!

München · Sie haben die Wahl!

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Am Sonntag entscheiden die Bürger über die Zusammensetzung von Landtag und Bezirkstag – auch im Stimmkreis 107.	Foto: ar

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Am Sonntag entscheiden die Bürger über die Zusammensetzung von Landtag und Bezirkstag – auch im Stimmkreis 107. Foto: ar

München · Am Sonntag, 14. Oktober, ist es soweit, jeder wahlberechtigte Bürger darf bei der Landtagswahl und Bezirkswahl seine Stimme abgegeben. An diesem Tag hat der Wähler bekanntlich die Qual der Wahl zwischen den Kandidaten und Parteien. Hier gilt das Gleiche wie bei Monty Phythons Film »Das Leben des Brian«: Jeder nur ein Kreuz.

Stimmkreis 107 und Themenseite zur Landtagswahl 2018
Parteien und Kandidaten vom Stimmkreis 107
Landtagswahl 2018 in Bayern
Themenseite zur Landtagswahl 2018 in Bayern
Stimmkreise und Kandidaten im Verteilgebiet der Wochenanzeiger München

In der Stadt München gibt es erstmals neun statt bisher acht Stimmkreise – und somit einen direkt gewählten Abgeordneten mehr. Der Grund dafür ist die gestiegene Einwohnerzahl der bayerischen Landeshauptstadt: Während hier zum Zeitpunkt der Landtagswahl 2013 noch rund 1,40 Millionen Menschen gemeldet waren, waren es zum 31. Juli 2018 fast 1,53 Millionen. Das sind über 100.000 Bürger, also quasi eine Großstadt mehr – ein Zuwachs, dem auch der Landtag als Volksvertretung Rechnung trägt. So wurde der zusätzliche Stimmkreis »München-Mitte« (109) aus der Taufe gehoben.

Wer wählt und hat im Stimmkreis München-Ramersdorf gewählt?

Der Stimmkreis München-Ramersdorf (107) umfasst die Stadtbezirke 16 und 15. Anders ausgedrückt: Jeder, der in Ramersdorf, Perlach, Neuperlach, Waldperlach, Trudering und Riem wohnt, wählt im Stimmkreis 107.

Bei der letzten Landtagswahl 2013 lebten in diesem Stimmbezirk 102.876 Wahlberechtigte, von denen 63.300 tatsächlich zur Wahlurne gingen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 61,5 Prozent.

Die Erstwahlstimmen verteilten sich 2013 dabei wie folgt. Die CSU holte 43 Prozent (26.822 Stimmen, eine Veränderung von 5.897) mit Markus Blume, die SPD folgte mit Markus Rinderspacher und holte 29,5 Prozent (18.411 Stimmen, eine Veränderung von 4.148). Die Fünf-Prozent-Hürde nahmen die Freien Wähler mit 5,5 Prozent (3.454 Stimmen, eine Veränderung von 113) mit ihrem Direktkandidaten Johann Altmann. Die Grünen holten 8,2 Prozent (5.122 Stimmen, eine Veränderung von -822) mit Bernd Oostenryck. Die restlichen Stimmen – unter fünf Prozent – verteilten sich auf die Linke (2,4 Prozent), FDP (4,2 Prozent), BP (2,2 Prozent), Piratenpartei (2,2 Prozent), ödp (1,7 Prozent) und REP (1,1 Prozent) insgesamt mit 13,8 Prozent (8.613 Stimmen, eine Veränderung von 3.459).

Der Stimmkreis München-Giesing (103) hat sich durch die Neuordnung ebenso etwas verkleinert. Er umfasst nun die Stadtbezirke 6 und 17 sowie große Teile der Stadtbezirke 18 und 19. Anders ausgedrückt: Jeder, der in Harlaching, Obergiesing, Thalkirchen, Solln, Fasangarten oder in Untergiesing südlich des mittleren Rings wohnt, wählt im Stimmkreis 103.

Vor fünf Jahren holte die CSU in München-Giesing 33,8 Prozent der Erststimmen. Damit erlangte ihr Kandidat Andreas Lorenz das Direktmandidat. Die SPD kam bei der Erststimme auf 29,1 Prozent, die Grünen auf 14,1 Prozent, die Freien Wähler auf 7,6 Prozent, die FDP auf 5,6 Prozent, die Linke auf 3,0 Prozent, die Piraten auf 2,6 Prozent und die Bayernpartei auf 2,1 Prozent. Neben Lorenz schafften es über die Bezirksliste Florian von Brunn (SPD) und Michael Piazolo (FW) in den Landtag.

Gerade bei einem prognostizierten engen Ausgang kann jede Stimme entscheidend sein. Jeder Münchner sollte daher von seinem Wahlrecht Gebrauch machen – ob nun vorab per Briefwahl oder am Wahltag in der Kabine. Um 18.01 Uhr am Sonntag ist es allerdings zu spät. Wer da jetzt noch wählen will, muss sich fünf Jahre gedulden. Es sei denn, er befindet sich bereits vor 18.00 Uhr im Wahllokal und ist aufgrund des starken Andrangs noch nicht zum Zug gekommen.

Die Wahl hat in jedem Fall geheim stattzufinden. Das heißt, es ist verboten von sich und seinem Stimmzettel in der Wahlkabine ein Selfie zu schießen und der Umwelt darüber zu berichten, dass man ein treuer Staatsbürger ist. Schlimmer noch: Wer aus lauter Begeisterung für eine Partei versucht gleich zweimal zu wählen, in dem er beispielsweise vorgibt seine Wahlkarte verloren zu haben, um sich eine zweite Wahlkarte zu erschleichen und mit dieser wählen geht, begeht eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Wie schon anfangs gesagt, jeder nur ein Kreuz. Also, nix wie an die Wahlurne und mitentscheiden, wer Bayern künftig regiert und wer den Münchner Osten im Land- und Bezirktag vertritt.

Artikel vom 10.10.2018
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