Der Historiker Christian Sepp hat im November 2025 mit seiner Biografie „Caroline. Bayerns erste Königin“ den Publikumspreis der litera bavarica – dem Fest der bayerischen Bücher in München – gewonnen. Anlässlich Carolines 250. Geburtstag lädt das Gemeindezentrum Pähl (Kirchenstr. 2 a)am Freitag, 27. Februar, um 19 Uhr zur Lesung von Christian Sepp ein. Dort gibt es die Gelegenheit, die erste umfassende Biografie über Königin Caroline von Bayern kennenzulernen.
Caroline (1776-1841), Bayerns erste Königin und gleichzeitig die erste Protestantin an der Seite eines bayerischen Herrschers, gilt als Symbolfigur religiöser Toleranz im Bayern des frühen 19. Jahrhunderts. Obwohl zu Lebzeiten hochgeschätzt, geriet Caroline völlig in Vergessenheit. Was nicht zuletzt daran lag, dass man davon ausging, dass ihr schriftlicher Nachlass im Zweiten Weltkrieg vernichtet wurde. Doch auf Schloss Tegernsee blieben über 500 Briefe an ihren Ehemann König Max I. Joseph erhalten, die vergessen in Kartons lagerten. Nachdem diese vor einigen Jahren in das Geheime Hausarchiv - das zentrale Archiv des Hauses Wittelsbach - gebracht wurden, konnte der Historiker Christian Sepp diesen Schatz heben und die auf Französisch verfassten Briefe erstmals übersetzen und auswerten. Diese bilden die Grundlage für die erste Biografie über Caroline. Vor dem Hintergrund einer turbulenten Phase der europäischen Geschichte entsteht das Bild einer kulturell und politisch vielseitig interessierten Frau, die an ihrem Hof nicht nur zahlreiche Künstler empfing sondern diese auch förderte, darunter Carl Maria von Weber und Giacomo Meyerbeer