Zwei Kraillingerinnen erhalten die Bürgermedaille

Ihr Einsatz zeichnet sich durch besondere Sorgfalt aus: Hannelore Louis-Schmit, hier bei der Ehrung mit Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux. (Foto: Gemeinde)
Ihr Einsatz zeichnet sich durch besondere Sorgfalt aus: Hannelore Louis-Schmit, hier bei der Ehrung mit Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux. (Foto: Gemeinde)
Ihr Einsatz zeichnet sich durch besondere Sorgfalt aus: Hannelore Louis-Schmit, hier bei der Ehrung mit Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux. (Foto: Gemeinde)
Ihr Einsatz zeichnet sich durch besondere Sorgfalt aus: Hannelore Louis-Schmit, hier bei der Ehrung mit Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux. (Foto: Gemeinde)
Ihr Einsatz zeichnet sich durch besondere Sorgfalt aus: Hannelore Louis-Schmit, hier bei der Ehrung mit Kraillings Bürgermeister Rudolph Haux. (Foto: Gemeinde)

Die feierliche Verleihung der Kraillinger Bürgermedaille fand kürzlich im Rathaus statt. Bürgermeister Rudolph Haux begrüßte die Gäste und würdigte das herausragende Engagement der Geehrten. „Die Kraillinger Bürgermedaille steht für Menschen, die über Jahre hinweg Verantwortung übernehmen, ihre Zeit und Energie für andere einsetzen und unsere Gemeinschaft dadurch nachhaltig stärken.”, sagte er. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Ludwig Götz und Thomas Schaffert, die mit ihren Darbietungen für einen festlichen und zugleich herzlichen Rahmen sorgten.

Mit der Auszeichnung wurden Hannelore Louis-Schmitz und Dietlind Freyer-Zacherl geehrt – zwei Persönlichkeiten, deren ehrenamtliches Wirken in Krailling beispielhaft ist. Sie stehen stellvertretend für all jene, die leise, aber nachhaltig zum sozialen Miteinander, zur Bildung, zum Natur- und Gemeindeschutz beitragen.

Persönliche Hingabe

Was Hannelore Louis-Schmitz dabei auszeichnet, ist ihre außergewöhnliche Sorgfalt und persönliche Hingabe. Mehrtägige Reisen organisiert sie nicht nur am Schreibtisch – sie fährt die Stationen im Vorfeld auf eigene Kosten selbst ab, um sicherzustellen, dass alles passt und sich die Teilnehmenden vor Ort gut aufgehoben fühlen. Auch die enge und konstruktive Vernetzung mit anderen Einrichtungen in Krailling, etwa dem Caritas-Altenheim oder der Seniorenhilfe Würmtal e.V., ist Ausdruck ihres Verständnisses von Gemeinsinn. Darüber hinaus hat sie stets ein offenes Ohr für Menschen, die krank sind oder sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Ihr ehrenamtliches Wirken reicht jedoch weit über die Seniorenarbeit hinaus. Seit 2015 engagiert sich Hannelore Louis-Schmitz im Helferkreis Asyl.

Aus dieser Arbeit entstand unter anderem eine regelmäßige Sammlung von Sachspenden, die wöchentlich im Haus Hubertus ausgegeben werden oder deren Erlös Bedürftigen in der Gemeinde sowie Geflüchteten zugutekommt. Auch im Seniorenbeirat der Gemeinde brachte sie sich über Jahre hinweg engagiert und erfolgreich ein. Besonders bewundernswert ist, dass Hannelore Louis-Schmitz dieses umfassende ehrenamtliche Engagement selbst in Zeiten schwerer eigener Erkrankung nicht aufgegeben hat. Ihr Einsatz ist geprägt von Verlässlichkeit, Menschlichkeit und echter Zuwendung – Eigenschaften, die eine Gemeinschaft tragen und stärken. Mit der Verleihung der Kraillinger Bürgermedaille würdigt die Gemeinde Hannelore Louis-Schmitz für ihr langjähriges, außergewöhnliches und vorbildliches ehrenamtliches Wirken.

Große Ausdauer

Manche Menschen prägen eine Gemeinde nicht durch ein einzelnes Amt oder Projekt, sondern durch jahrzehntelange Präsenz, Haltung und Verlässlichkeit. Dietlind Freyer-Zacherl ist eine solche Persönlichkeit. Seit vielen Jahren engagiert sie sich in Krailling mit großer Ausdauer, Fachkenntnis und persönlicher Überzeugungskraft – für Bildung, Natur, soziale Belange und ein lebendiges demokratisches Miteinander. Als pensionierte Lehrerin für Kunst und Werken ist ihr die Arbeit mit jungen Menschen stets ein Herzensanliegen geblieben. Bildung versteht sie nicht nur als Unterrichtsstoff, sondern als Förderung von Kreativität, Verantwortung und sozialem Bewusstsein. Dieses Verständnis prägt auch ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im schulischen Umfeld, das unter anderem mit dem Sozialpreis des Feodor-Lynen-Gymnasiums gewürdigt wurde. Darüber hinaus setzt sie sich bis heute aktiv für Leseförderung ein, etwa durch öffentliche Vorlesestunden für Kinder in Krailling – niedrigschwellig, persönlich und mit spürbarer Freude am Erzählen.

Gründliche Recherche

Ebenso konsequent engagiert sich Dietlind Freyer-Zacherl im Naturschutz. Seit vielen Jahren setzt sie sich für den Erhalt wertvoller Biotope in Krailling ein, insbesondere im Bereich der Kraillinger Innovationsmeile (KIM). Ihr Einsatz ist geprägt von gründlicher Recherche, Stellungnahmen und konkreten Anträgen – immer mit dem Ziel, ökologische Verantwortung und kommunale Entwicklung in Einklang zu bringen. Auch persönlich ist sie dem Natur- und Artenschutz eng verbunden, unter anderem als Mitglied im Landesbund für Vogelschutz. Ein weiterer Schwerpunkt ihres Wirkens liegt in der Kommunalpolitik. Als Gemeinderätin und frühere Vorsitzende der Freien Bürgergemeinschaft Krailling e.V. brachte Dietlind Freyer-Zacherl über Jahre hinweg Anliegen aus der Bürgerschaft in den Gemeinderat ein. Besonders wichtig waren ihr dabei Themen, die oft leise daherkommen, aber für die Lebensqualität einer Gemeinde zentral sind: gute Rahmenbedingungen für Senioren, soziale Treffpunkte, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung.

Klare Haltung

Was all diese Tätigkeiten verbindet, ist ihre klare Haltung: Verantwortung für das Gemeinwohl endet nicht mit dem Berufsleben und nicht an Zuständigkeitsgrenzen. Ob in der Seniorenarbeit, in Bürgerinitiativen, in Schule und Kultur oder im politischen Ehrenamt – Dietlind Freyer-Zacherl bringt sich dort ein, wo sie gebraucht wird, und bleibt dabei stets ansprechbar und zugewandt. Die wiederholten öffentlichen Würdigungen ihres Engagements, nun auch mit der Kraillinger Bürgermedaille, unterstreichen, wie sehr ihr Wirken geschätzt wird. Dietlind Freyer-Zacherl steht beispielhaft für bürgerschaftliches Engagement mit Haltung, Ausdauer und Menschlichkeit – und für die Überzeugung, dass eine lebendige Gemeinde vom Mitmachen lebt.

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