Böller, die an der Isar, im Implerpark (Grünanlage zwischen Implerstraße und Südbad) oder im Westpark fernab von Silvester gezündet werden. Vögel, die durch Böller oder sogar eine Armbrust erlegt werden. Vandalismus und Schmierereien. Liegt eine Anwohnerin, die sich an den Sendlinger Bezirksausschusses (BA 6) gewandt hat, mit diesem Szenario richtig?
In der jüngsten Sitzung befasste sich das Bürgergremium mit dieser Beschwerde – und fragte direkt beim anwesenden Christian Klewitz nach, der zuständig ist für Ordnungs- und Schutzaufgaben bei der Polizeiinspektion 15 (Sendling). Dieser relativierte das Szenario: Tatsächlich wurde 2024 ein Vogel gefunden, der mit einer Armbrust erlegt wurde, aber das sei ein absoluter Ausnahmefall gewesen. Bei toten Vögeln gebe es verschiedenste Ursachen, das müssten nicht immer Böller sein.
Dass Kinder und Jugendliche das ganze Jahr über immer mal wieder Böller zünden, konnte Klewitz bestätigen. Und bei Hinweisen aus der Bevölkerung rückt die Polizei auch aus. „Hin und wieder fassen wir auch welche, und dann gibt es eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit.” Allerdings seien die Täter meistens über alle Berge, wenn die Polizei eintrifft. Offenbar sind die Gruppen ortskundig und böllern immer an verschiedenen Orten. Dass Feuerwerkskörper Bürgerinnen und Bürgern vor die Füße geworfen werden, wie es im Bürgergremium berichtet wurde, hält der Polizeibeamte für einen Einzelfall.