Am Dienstag, 19. Mai, findet im NS-Dokuzentrum (Max-Mannheimer-Platz 1) eine Veranstaltung von Jugendlichen in Gedenken an die nationalsozialistische Bücherverbrennung 1933 statt. Beginn ist um 10.00 Uhr, Ende um 10.45 Uhr. Jugendliche ab 14 Jahren und Schulklassen aus München und Umgebung sind herzlich zu der szenischen Performance eingeladen. Der Besuch kann mit einem Rundgang durch die Ausstellungen im NS-Dokuzentrum verbunden werden. Die Teilnahme ist kostenlos möglich.
Als am 10. Mai 1933 in Berlin Bücher brannten, stand Erich Kästner in der Menge und sah zu, wie Menschen seine Werke stapelweise ins Feuer warfen. Auch Kinderbücher standen auf der ›Schwarzen Liste‹ der Nationalsozialisten und wurden aus Bibliotheken und Buchhandlungen verbannt, darunter alle Bücher von Kästner mit Ausnahme von „Emil und die Detektive”.
An jenem Tag wurden auch auf dem Königsplatz in München von den Nationalsozialisten unerwünschte Bücher verbrannt. Der 10. Mai steht heute für die brutale Verfolgung jüdischer und politisch unliebsamer Autoren. Im Rahmen dieses Gedenktags beschäftigen sich Schüler mit dem Leben und Werk einiger der verbotenen und verfolgten Autoren – darunter Erich Kästner, Mascha Kaléko und Ruth Rewald – und erarbeiten dazu gemeinsam eine szenische Performance.
Die Veranstaltung wird vom NS-Dokuzentrum in Zusammenarbeit mit der Stiftung Internationale Jugendbibliothek angeboten. Weitere Infos zum NS-Dokuzentrum finden sich unter der Adresse www.nsdoku.de/.