Die Universität der Bundeswehr München setzt ihre seit über 50 Jahren bestehende Patenschaft mit dem „Helfende Hände e.V.“ fort. Bei einem gemeinsamen Treffen standen der persönliche Austausch über die Arbeit von Helfende Hände, aktuelle Herausforderungen sowie Perspektiven für zukünftige gemeinsame Projekte im Mittelpunkt.
Ein besonderer Moment des Treffens war die offizielle Übergabe der Koordinierungsrolle der Patenschaft auf Seiten der Universität: Prof. Dr. Andreas Karcher, der die Verbindung über zwei Jahrzehnte hinweg mit außergewöhnlichem persönlichem Engagement geprägt hatte, übergab den Staffelstab an Vizepräsidentin Prof. Dr. Isabelle Deflers. Gemeinsam mit Prof. Dr. Julia Reif wird sie künftig die Zusammenarbeit gestalten und weiterentwickeln.
Im Rahmen des Besuchs überreichte Prof. Karcher in seiner letzten Amtshandlung einen Spendenscheck in Höhe von 2.000 Euro an Dr. Harald Hilbig, Vorsitzender des „Helfende Hände e.V.“. Die Vertreter von Universität und Verein würdigten Prof. Karcher ausdrücklich für seine langjährigen ehrenamtlichen Verdienste. Durch persönliche Präsenz, gemeinsame Aktionen und Projekte mit Studierenden hat er die Patenschaft nicht nur organisatorisch vorangebracht, sondern vor allem mit Leben gefüllt. Bei der Scheckübergabe betonte Prof. Karcher:
„Es geht mir darum, Menschen zusammenzubringen und den persönlichen Austausch mit Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen. Ich bin dadurch unheimlich gewachsen – und kann es nur jedem empfehlen, sich hier zu engagieren, so Karcher“.
Vizepräsidentin Prof. Deflers, zuständig für Vielfalt und Chancengerechtigkeit an der Universität der Bundeswehr München, hob hervor, wie wichtig es sei, die Patenschaft mit neuen Ideen und Formaten weiterzuführen. Ziel sei es, Studierende und Lehrende stärker einzubinden, den Kontakt in die Universität hineinzutragen und zusätzliche Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Beide Seiten sehen großes Potenzial für zukünftige gemeinsame Aktivitäten – von punktueller Unterstützung bei Aktionen bis hin zu längerfristigen Projekten, die Studierenden und Mitarbeitenden neue Perspektiven eröffnen. Mit der personellen Neuaufstellung erhält die Patenschaft nicht nur Kontinuität, sondern auch neue Impulse.
Vertreter von „Helfende Hände e.V. und der Helfende Hände gGmbH gaben der Uni-Delegation schließlich einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Einrichtungen. Ein Rundgang durch das Förderzentrum in Neuaubing verdeutlichte das hohe Maß an Professionalität, Engagement und Herzblut in der täglichen Arbeit von Helfende Hände.
Die Helfende Hände gGmbH ist ein Sozialunternehmen im Münchner Westen zur Förderung und Betreuung von Menschen mit komplexen Behinderungen. Vor 55 Jahren fand das Unternehmen seinen Ursprung in einer kleinen Initiative engagierter und betroffener Eltern, aus der die Gründung des Helfende Hände e.V. hervorging. Der Verein ist heute Gesellschafter der ausgegründeten Helfende Hände gemeinnützige GmbH, die mit ihren rund 270 Mitarbeitenden ca. 150 Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene mit komplexen Behinderungen begleitet. An den Standorten am Westkreuz und in Neuaubing unterhält das Unternehmen eine Förderschule, eine Heilpädagogische Tagesstätte, eine Förderstätte, einen Wohnbereich und eine standortübergreifende Therapieabteilung.