In den Nachmittagsstunden des 11. März erbeuteten Betrüger mit der überregionalen Betrugsmasche des falschen Polizeibeamten Bargeld und Wertgegenstände im Wert von rund 20.000 Euro von einer Seniorin in Glonn. Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise.
Am frühen Nachmittag erhielt die 78-jährige Rentnerin aus Glonn einen Anruf eines Betrügers, der sich als Polizeibeamter der Polizei München ausgab. Er erzählte der Dame am Telefon, dass es in der Nachbarschaft kürzlich zu Raubüberfällen gekommen sei. Durch geschickte Gesprächsführung brachte der Betrüger die Dame schließlich dazu, Ihr Bargeld und ihre Wertsachen vor ihrer Haustür abzulegen, damit diese von der Polizei geprüft werden könnten.
Als die Seniorin am späteren Nachmittag wieder nach ihren Wertgegenständen sah und feststellte, dass diese nicht mehr vor der Türe lagen, kamen ihr Bedenken und sie verständigte die Polizei. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Erfolg.
Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Erding übernommen. Zeugen werden gebeten, Hinweise zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen, die sich zur relevanten Zeit zwischen 13:00 Uhr und 18:00 Uhr in Glonn aufgehalten haben, zu melden.
Hinweise werden unter der Telefonnummer 08122 968-0 entgegengenommen.
Um nicht auch Opfer eines Betrugs zu werden, rät die Kriminalpolizei:
• Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!
• Gelegentlich wird auf Telefondisplays durch einen technischen Trick die Nummer 110 angezeigt. Beachten Sie hierzu, dass die Polizei Sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft!
• Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!
• Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!
• Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen!
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
• Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 - benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!
• Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!
• Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!