Am Donnerstag, 12. März, wurden gegen 22.15 Uhr der Polizeinotruf 110 von einem Zeugen gewählt. Er berichtete über eine Auseinandersetzung zwischen zwei Personen in einem Wohngebäude in der Georg-Eisenreich-Straße, bei der eine Person verletzt worden sei. Sofort wurden mehrere Streifen der Polizei sowie Einsatzkräfte des Rettungsdienstes zur Einsatzörtlichkeit entsandt. Vor Ort trafen sie auf eine 49-jährige deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz im Landkreis München, die mehrere Schnitt- und Stichverletzungen am Oberkörper sowie im Kopfbereich aufwies. Sie wurde umgehend von den eintreffenden Polizeibeamten und dem Rettungsdienst erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Im Rahmen der ersten Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 50-jährigen libanesischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz, der sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr am Tatort befand. Im Zuge der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch eine Drohne sowie ein Polizeihund eingesetzt wurden, konnte der Mann gegen 23.30 Uhr am S-Bahnhof in Haar von der Polizei angetroffen und festgenommen werden. Gegen ihn wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Er wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht.
Noch in der Nacht nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen am Tatort auf. Es wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Nach bisherigen Ermittlungsstand könnte die Ursache der Auseinandersetzung im Zusammenhang mit einer früheren Beziehung der Beteiligten stehen.