Bereits zum fünften Mal lud die Aktionsgruppe Respekt@Poing zum stillen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am Poinger Todeszug-Mahnmal ein. Die Teilnehmenden vor Ort zündeten 81 Kerzen an, eine für jedes Jahr, das seit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vergangen ist. Respekt@Poing-Mitglied Thomas Stiegler trug einen Text von Anne Frank vor, der die Anwesenden zum Nachdenken anregte. Der Poinger evangelische Pfarrer Michael Simonsen spielte auf der Querflöte zwei Lieder, die jüdische Gefangene bei den Deportationen und in den Konzentrationslagern gesungen haben, um sich gegenseitig Kraft und Halt zu geben. Nach der Gedenkminute blieben fast alle noch vor Ort, teils sehr nachdenklich, und nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Denn nur gemeinsam kann die Gesellschaft den Rechtsradikalismus erfolgreich zurückdrängen.
Am 24. Februar jährt sich der Überfall Russlands auf die Ukraine bereits zum
vierten Mal. Aus diesem Anlass veranstalten wir an diesem Tag um 18 Uhr
eine Friedenslichterkette. Der Ort wird noch bekannt gegeben.