Immer mehr Menschen überlegen sich, ein eigenes Huhn oder mehrere im Garten zu halten, um regelmäßig frische Eier zu haben. Kaufen kann man ein Küken oder junges Huhn zwar für zehn bis 20 Euro. Doch damit ist es nicht getan: Es gilt eine Menge zu beachten. So schön es ist, Hühner zu besitzen, so wichtig ist doch auch, sich vorher über die Voraussetzungen und rechtlichen Vorgaben zu informieren.
Ein Blick in den eigenen Mietvertrag oder baurechtliche Vorschriften bezüglich Abstandsflächen ist nicht verkehrt, bevor man sich Hühner zulegt. Dann muss man prüfen, ob genügend Platz vorhanden ist. Hühner sind gesellige Herdentiere, es müssen also mindestens drei sein, besser fünf. Jedes Huhn braucht einen Auslauf von zehn bis 20 Quadratmeter, sie brauchen eine Sandfläche zum Wühlen und sie brauchen etwas zu tun, eine Beschäftigung. Scharren, im Laub wühlen oder Häckselgut mit Körnern. Nachts brauchen die Tiere einen gegen Marder oder Füchse gut verschlossenen, trockenen, dunklen Stall, eine breite Sitzstange, die höher sein muss als das Nest und möglichst glatte Wände ohne Risse oder Fugen gegen die Milben. Unter den Sitzstangen muss ein gut zu reinigendes Kotbrett sein, im Stall Futter – das jeden Abend leer sein sollte – und frisches Wasser. Nester, Sandbad und Einstreu müssen wöchentlich gereinigt und getauscht werden. Vor allem muss der Stall dicht sein gegen Mäuse, weil die in das Futter der Hühner pinkeln. Zu überlegen sei, ob man einen Hahn will, mit ihm sei es eine Herde. Er schützt die Hühner und hält sie zusammen, ohne ihn ist es eine Horde.