Senioren-Union der CSU (SEN) im Kreisverband München-West setzt sich für Beibehaltung des Bargelds ein. „Es gibt viele Beispiele von öffentlichen Einrichtungen, im Verkehr, in Gesundheit, Pflege und Prävention, im Einzelhandel, beim Parken, bei den Banken und sogar bei Pflichtangeboten des Staates, bei denen Bargeld nicht mehr genutzt werden kann”, erklärt der SEN-Kreisvorsitzende und Landesvorstandsmitglied Andreas Ellmaier.
Die Senioren-Union setzt sich dafür ein, dass es sowohl die Nutzung von Bargeld als auch digitale Zahlungsweisen in allen Lebensbereichen parallel gibt. Eine moderne Gesellschaft brauche digitale Zahlungsmittel und Nutzung des Bargelds – das eine dürfe das andere nicht ausschließen.“
Die Umstellung des Deutschland-Tickets der Deutschen Bahn auf rein digitale Bezahlung sei das erste, besonders auffallende Beispiel dafür gewesen, wie ganze Bevölkerungsgruppen von der Nutzung durch die technische Umstellung ausgeschlossen wurden. Auch bei Ticketautomaten im öffentlichen Nahverkehr beginne der Prozess, bei dem der Einsatz von Bargeld nicht mehr möglich ist. In vielen Ämtern, beispielsweise in Kfz-Zulassungsstellen, würden für die Abwicklung von Kfz-An- oder Abmeldungen nur noch EC- und Kreditkarten zugelassen.
Besonders bedenklich sieht die SEN den Zwang zur digitalen Bezahlung in Arztpraxen, Apotheken und in weiteren Feldern des Gesundheitswesens. „Gerade im Einzelhandel, auch in der Gastronomie, wird das Einkaufen mit nur digital verfügbaren Kundenprogrammen verbunden. Wer mit Bargeld zahlen will, ist daher nicht nur von der Information ausgeschlossen, sondern auch von nur digital verfügbaren Sonderpreisen“, sagt SEN-Kreisvorsitzender Andreas Ellmaier.