Blumenkübel, Trinkbrunnen, reparierte Parkbänke und Pinkelverbotsschilder: Eine Aufhübschung des Schweizer Platzes noch vor oder während der anstehenden Umgestaltung hatte die Bürgerversammlung im Münchner Süden empfohlen. „Die Reparatur der schadhaften Sitzbänke wird umgehend veranlasst”, versprach jetzt das städt. Baureferat. Mehr Wünsche werden vorerst aber nicht erfüllt. Blumenkübel können wegen des Wochenmarkts am Mittwoch und Samstag nicht aufgestellt werden. Das Platzieren der einzelnen Beschickerfahrzeuge mit ihren großen Wenderadien erlaube das nicht, so das Baureferat. Für einen weiteren Trinkwasserbrunnen bzw. seinen Betrieb stehe kein Geld zur Verfügung. Anpassungsmaßnahmen können erst nach Abschluss der Bauarbeiten vorgenommen werden - wenn es dafür Geld gibt.
Handlungsbedarf sieht auch die Polizei bezüglich einer von den Bürgern angesprochenen Drogenproblematik nicht: „Hier sind keine Erkenntnisse über Spritzen am Schweizer Platz oder eine dort etablierte Drogenszene bekannt”, teilte die Polizei mit. Der Schweizer Platz sei seit jeher Treffpunkt von Personen, die im Umfeld wohnen, sich dort treffen und Bier und andere alkoholische Getränke konsumieren. Beschwerden diesbezüglich seien nicht vorhanden.Verschiedene Jugendgruppierungen hielten sich immer wieder dort auf und verursachten Probleme, was aber seit geraumer Zeit nicht mehr der Fall sei. Aktuell fand nur eine größere Auseinandersetzung unter Jugendlichen dort statt. Der Schweizer Platz stehe bei der Polizei im Fokus. „Wenn sich die Lage ändert, wird entsprechend reagiert.“
Die heutige Gestaltung des Schweizer Platzes geht auf das Jahr 1990 und den U-Bahn-Bau zurück. Damals war auch die Tramwendeschleife weggefallen. 2023 wurden der Abriss und der Neubau des Ladenzentrums mit Wohnungen beantragt. Der Planungsentwurf sieht u.a. ein 13-geschossiges Hochhaus zum Schweizer Platz hin vor. Voraussichtlich im April 2026 soll der Stadtrat über den Bebauungsplan entscheiden.