Am Donnerstag, 23. Juli, in der Zeit von 13.45 bis 16.10 Uhr rief ein bislang unbekannter Täter eine 73-Jährige an. Dabei behauptete der unbekannte Anrufer, dass der Sohn der 73-Jährigen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Nun müsse die Seniorin eine Kaution in Höhe eines fünfstelligen Betrages hinterlegen.
Im weiteren Verlauf übergab die 73-Jährige Bargeld in Höhe eines fünfstelligen Betrages vor ihrer Wohnanschrift an einen unbekannten Täter. Nach der Übergabe wurde sie aufgefordert, mehr Bargeld bei ihrer Bank abzuheben. Als die 73-Jährige dem nachkommen wollte, bemerkte eine aufmerksame Bankangestellte den Betrug. Daraufhin wurde der Polizeinotruf 110 verständigt.
Von der Münchner Polizei wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen aufgenommen. Diese erbrachten keine Hinweise auf Tatverdächtige. Das Kommissariat 61 (Organisierter Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Beschreibung des Abholers:
männlich, ca. 20 bis 25 Jahre alt, 185 cm groß, helle Hautfarbe, sehr schlanke Statur, hellbraune bis dunkelblonde glatte, ca. 7 cm lange Haare, helles T-Shirt, blaue kurze Hose, keine Brille, kein Bart
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Grimmeisenstraße, Johanneskirchner Straße, Freischützstraße und Auf der Lehmzunge Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.