Performative Lesung am Weltfrauentag: Sie haben im Verborgenen Großes bewirkt

Die Künstlerin Minu Ghedina, die auch dieses Bild gemalt hat, wird während der Lesung eine Skulptur anfertigen.  (Foto: Minu Ghedina)
Die Künstlerin Minu Ghedina, die auch dieses Bild gemalt hat, wird während der Lesung eine Skulptur anfertigen. (Foto: Minu Ghedina)
Die Künstlerin Minu Ghedina, die auch dieses Bild gemalt hat, wird während der Lesung eine Skulptur anfertigen. (Foto: Minu Ghedina)
Die Künstlerin Minu Ghedina, die auch dieses Bild gemalt hat, wird während der Lesung eine Skulptur anfertigen. (Foto: Minu Ghedina)
Die Künstlerin Minu Ghedina, die auch dieses Bild gemalt hat, wird während der Lesung eine Skulptur anfertigen. (Foto: Minu Ghedina)

Anlässlich des Weltfrauentags am Sonntag, 8. März, lädt die Initiative „Mut der Frauen” für 19.30 Uhr zu einer außergewöhnlichen performativen Lesung in den Gewölbesaal des Kulturzentrums Mohr-Villa ein. Unter dem Titel „wegen ihr. Mut!” rückt der Abend erstmals Frauen in den Mittelpunkt, die das Leben von Männern entscheidend geprägt, verändert oder gerettet haben. Der Gewölbesaal befindet sich in dem Gebäude in der Situlistraße 75 und ist barrierefrei zugänglich. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos gibt es unter der Adresse www.mohr-villa.de.

Initiative „Mut der Frauen” lädt ein

Seit über zehn Jahren macht die Initiative nahezu unbekannte weibliche Biografien sichtbar – Lebensgeschichten von Frauen, deren Stärke, Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit oft weit über den Rahmen ihres Alltags hinaus wirkten. In der diesjährigen Lesung stehen fragmentarische Berichte im Fokus. Es sind erzählerische Annäherungen voller Bewunderung für Frauen, die im Verborgenen Großes bewirkt haben.

Im Zentrum des Abends stehen exemplarische Frauenfiguren: eine unbekannte Retterin aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, eine Theaterpatriarchin und Empowerment-Ikone, eine entschlossene Bäuerin als Wegbegleiterin künstlerischer Größe, eine historische Herrscherin in ihrer Metamorphose zur „apostelgleichen Heiligen“ sowie das Porträt eines Münchner Ehepaares, das sich seit Jahren der Recherche zu vergessenen Schauspielerinnen der NS-Zeit widmet.

Eine Echtzeitskulptur entsteht

Einen besonderen Akzent setzt die Bildhauerin Minu Ghedina mit einer Echtzeitskulptur: Während der Aufführung entsteht aus Tonerde die körperliche Gestalt der „unbekannten Retterin“ – sichtbar, greifbar und unmittelbar im Moment des Geschehens.

Mut wird erlebbar

„wegen ihr. Mut!“ versteht sich als dreidimensionale Lesung, in der sich Wort, Musik und Bewegung zu einer offenen, sinnlichen Erzählform verbinden. Mut wird nicht nur erzählt, sondern erlebbar gemacht.

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