Am Dienstag, 28. Juli, gegen 20.45 Uhr erhielt eine über 80-jährige Rentnerin einen Anruf einer bislang unbekannten Täterin. Diese gab sich als behandelnde Ärztin ihrer angeblich an Krebs erkrankten Tochter aus - und forderte zunächst 40.000 Euro für eine dringend erforderliche Behandlung.
Die Seniorin erkannte den Betrugsversuch sofort: Sie wies ihren ebenfalls über 80-jährigen Ehemann an, den Polizeinotruf 110 zu verständigen, während sie das Gespräch mit der Anruferin fortführte. Im weiteren Verlauf wurde die Seniorin aufgefordert, das Bargeld in einer Tüte vor ihrem Wohnanwesen abzulegen. Ein angeblicher Mitarbeiter des „ärztlichen Bereitschaftsdienstes” werde das Geld abholen. Unmittelbar nachdem ein 20-Jähriger als Abholer das vermeintliche Bargeld entgegengenommen hatte, wurde er von Polizeibeamten vorläufig festgenommen. Dabei wurde der Tatverdächtige leicht verletzt.
Der Tatverdächtige wurde zur weiteren Sachbearbeitung zu einer Polizeidienststelle gebracht und anschließend der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Ein Ermittlungsrichter entscheidet über den Erlass eines Haftbefehls. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zu möglichen Mittätern, führt das Kommissariat 61.