Mehr als 40.000 Männer erkranken jährlich in Deutschland an Prostatakrebs, mit steigender Tendenz. Damit ist dies die häufigste Tumorerkrankung bei Männern.
In einem Symposium des Bogenhausener Krankenhauses am 10. November diskutieren unter der Leitung des Chefarztes der Urologischen Abteilung, Prof. Albrecht Schilling, namhafte Spezialisten, unter anderem Prof. Paolo Fornara von der Universität Halle-Wittenberg und Prof. Nelson N. Stone von der Mount Sinai School of Medicine in New York neue Therapiemethoden.
m Focus steht dabei u. a. eine spezielle Form der Strahlentherapie, bei der radioaktive Mini-Implantate direkt in das Prostata-Gewebe eingebracht werden und dort ihre Strahlung über zwölf Monate abgeben. Während sich in den USA die so genannte Brachytherapie als gleichwertige Behandlung neben der radikalen Operation durchgesetzt hat, herrscht in Deutschland in punkto Kostenerstattung durch die Kassen keine Einigkeit, so Prof. Schilling. Bisher übernimmt lediglich die Mehrzahl der Privatversicherer die Behandlungskosten vollständig.