Im diesjährigen Gedenkjahr des Ausbruch des ersten Weltkriegs widmet sich die Ausstellung »KRIEG! JUDEN ZWISCHEN DEN FRONTEN 19141918« noch bis 22. Februar im Jüdischen Museum München dem Ersten Weltkrieg aus einer jüdischen Perspektive heraus.
Durch Feldpostbriefe, Tagebücher, Fotografien und andere persönliche Objekte wird das historische Ereignis in individuell erlebte und beschriebene Momente zerlegt und damit greifbarer gemacht. Der Patriotismus vieler jüdischer Deutscher und deren Mitwirken am Krieg spielt dabei ebenso eine Rolle wie der zutiefst verstörende Alltag im Schützengraben und die religiöse Erfahrungsdimension jüdischer Soldaten. Auch der zunehmende Antisemitismus in Militär und Gesellschaft während der schrecklichen Kriegsjahre und die politische Dimension des Gedenkens nach 1918 werden in der Ausstellung durch vielfältige Dokumente und Exponate thematisiert. Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz 6. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Am Montag ist das Museum geschlossen.