Am Donnerstag, 9. April, befanden sich gegen 20.05 Uhr eine 26-jährige Person und eine 14-Jährige, beide mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München, in der U-Bahn Richtung Moosach. Es besteht der Verdacht, dass die 26-jährige Person der 14-Jährigen Betäubungsmittel gab, welches sie anschließend gemeinsam konsumierten.
Zwei 15-Jährige mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München sollen dies beobachtet haben und sprachen die betreffenden Personen an. Am U-Bahnhof Münchner Freiheit stiegen sie gemeinsam aus der U-Bahn. Dort geriet die 26-jährige Person in einen zunächst verbalen Streit mit den zwei 15-Jährigen. Im Zuge des Streites äußerte sie sich mit volksverhetzendem Inhalt und beleidigend gegenüber den 15-Jährigen. Daraufhin schlugen die beiden 15-Jährigen auf den Beleidiger ein und flüchteten anschließend. Die 26-jährige Person wurde dabei verletzt. Ihre 14-jährige Begleiterin verständigte über den Notruf 110 die Polizei.
Bei einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten die beiden 15-jährigen Tatverdächtigen festgenommen werden. Sie wurden zunächst auf eine Polizeiinspektion gebracht und wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde sie von dort entlassen.
Die 26-jährigen Person wurde aufgrund ihrer Verletzungen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Aufgrund des Verdachtes der Abgabe von Betäubungsmittel an Minderjährige wurde durch die Staatsanwaltschaft eine Wohnungsdurchsuchung bei der 26-jährigen tatverdächtigen Person angeordnet. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten bei der Durchsuchung eine Vielzahl verschreibungspflichtiger Arzneimittel und für den Handel mit Betäubungsmittel typische Utensilien, sowie Bargeld im viertstelligen Eurobetrag auffinden und beschlagnahmen.
Während der ambulanten Behandlung flüchtete die 26-jährige tatverdächtige Person aus dem Krankenhaus. Kurze Zeit später konnte sie in einer nahegelegenen Baustelle durch einen Diensthund aufgespürt und von Polizeibeamten festgenommen werden. Sie wurde zunächst der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt und später wieder entlassen. Gegen die 26-jährige tatverdächtige Person wird nun unter anderem wegen mehrerer Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Arzneimittelgesetz sowie wegen Volksverhetzung und Beleidigung ermittelt. Die 14-jährige wurde ebenfalls wegen des Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Die weiteren Ermittlungen werden vom für Rauschgiftdelikte zuständigen Kommissariat der Kriminalpolizei geführt.