Nach ihrem Amtsantritt hat Susanne Hoyer inzwischen ihre ersten Tage als Landrätin hinter sich und dabei schon zahlreiche Termine wahrgenommen - von Veranstaltungen über Besprechungen im Landratsamt bis hin zu ihrer Vereidigung in der konstituierenden Kreistagssitzung. „Ich wurde von allen Menschen, denen ich begegnet bin, sehr herzlich empfangen”, erklärt Hoyer. Besonders über die Begegnung und den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Freising sowie mit ihrem Team im Landratsamt hat sie sich gefreut. Dieser Kontakt ist ihr eine Herzensangelegenheit.
In einer persönlichen Nachricht wendet Susanne Hoyer sich nun an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis: „Ich bin voller Überzeugung und positiver Energie und werde dem Landkreis Freising dienen.” Vor wenigen Wochen habe sie jedoch bei einer Routine-Untersuchung die Diagnose Krebs erhalten. Hoyer sieht aber zuversichtlich in die Zukunft und betont: „Ich bin dankbar, dass die Krankheit frühzeitig entdeckt wurde und sehr gut behandelbar ist.” Genau deswegen sei regelmäßige Vorsorge so wichtig und sinnvoll. Die Landrätin appelliert: „Liebe Bürgerinnen und Bürger, gehen auch Sie regelmäßig zur Vorsorge!”
In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts im Laufe des Lebens fast jeder zweite Mann und mehr als zwei von fünf Frauen an Krebs. Die gute Nachricht: Viele Krebsarten haben heute exzellente Heilungschancen. Das bestärkt auch der behandelnde Onkologe von Susanne Hoyer: „Wir haben unverzüglich mit den ersten Therapien und Maßnahmen begonnen und sehen eine baldige und vollständige Genesung als gegeben.” So werde Hoyer schon bald wieder voll einsatzfähig sein, bekräftigt ihr Arzt.
Hoyer selbst hat ein ausgezeichnetes medizinisches Team als auch engagierte Kolleginnen und Kollegen an ihrer Seite. „Ich werde meine Amtsgeschäfte im Landratsamt planmäßig mit vollem Einsatz weiterführen und habe das in meinen ersten Tagen im Amt bereits getan”, sagt die Landrätin. Leider werde es dennoch vorübergehend gelegentliche Ausfallzeiten geben, wenn Hoyer in Behandlung sei. An der letzten Langenbacher Gemeinderatssitzung mit Verabschiedung hatte die damalige Bürgermeisterin Langenbachs nicht teilnehmen können, da sie sich an diesem Tag einer nicht aufschiebbaren Behandlung unterziehen hatte müssen.
Für diese Situationen ist im Landratsamt bereits vorgesorgt: Für Termine, die sie aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund von Behandlungen temporär nicht selbst wahrnehmen kann, greift die Vertretungsregelung. „Mein Team als auch der stellvertretende Landrat Franz Heilmeier sind informiert und übernehmen meine Aufgaben während dieser Zeiten”, erklärt Hoyer. Franz Heilmeier, ehemals Erster Bürgermeister in Neufahrn, bestätigt: „Ich stehe voll hinter unserer Landrätin.” Anstehende Termine und Aufgaben während Hoyers Abwesenheitszeiten werde er in enger Abstimmung mit der Landrätin wahrnehmen.
Die Landrätin bittet um Verständnis, erst jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen: „Nach dem Wahlsieg wollte ich die ersten Schritte im Amt mit voller Konzentration, unbehelligt von öffentlicher Aufmerksamkeit für meine Gesundheit und mit vollem Fokus auf die Sacharbeit gehen. Ich wollte beweisen, dass die Arbeit für die Menschen hier vor Ort im Vordergrund steht. Die ersten Zyklen der Chemotherapie habe ich daher in den vergangenen Wochen im Stillen absolviert und parallel dazu meine Aufgaben im Landratsamt wahrgenommen. Die Krebstherapie fordert nun jedoch phasenweise ihren Tribut, was meine Präsenz bei einigen öffentlichen Abend- oder Wochenendterminen betrifft. In den letzten Wochen gab es hierzu vereinzelte Fragen und auch öffentliche Kritik an meiner Abwesenheit. Um diesen Spekulationen sachlich zu begegnen und absolute Transparenz zu schaffen, habe ich mich entschlossen, meine Erkrankung heute öffentlich zu machen.”
Susanne Hoyer ist zuversichtlich: „Mein Blick ist fest nach vorne gerichtet. Ich bin zuversichtlich, diese Krankheit zu besiegen, und werde mich weiterhin mit aller Kraft für unseren Landkreis einsetzen, ihn positiv und zukunftsfähig gestalten.” Vor allem die vergangenen Wochen hätten ihr erneut gezeigt, wie wichtig es sei, Herausforderungen positiv mit Zuversicht und Tatkraft anzugehen. „Mein Vertrauen in mein Team, die Mitarbeitenden des Landratsamts, und mein Engagement für das Amt sind ungebrochen”, bekräftigt Hoyer. „Alle leisten hervorragende Arbeit. Ich danke meinem Team und meiner Familie für den starken Rückhalt in den vergangenen Wochen.”