Der bundesweite Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ des Deutschen Instituts für Urbanistik ist abgeschlossen. Nun heißt es abwarten wie die Jury entscheidet. Bis Ende März 2026 konnten sich Städte, Landkreise und Gemeinden mit Projekten zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen bewerben um ein Preisgeld von 40.000 Euro für weitere Klimaprojekte zu erhalten.
Auch die Gemeinden Sauerlach, Otterfing und Aying haben ihre Bewerbung fristgerecht eingereicht. Ins Rennen geschickt haben sie ihren gemeinsamen Windpark im Hofoldinger Forst. Ein Projekt, das nicht nur für die Energiewende steht, sondern auch für erfolgreiche Zusammenarbeit über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg, wie hier die Landkreise München und Miesbach.
Die Idee für den Windpark entstand bereits vor mehr als zehn Jahren. Der Weg bis zur Umsetzung war jedoch lang und herausfordernd. Aufwendige Genehmigungsverfahren, gesetzliche Vorgaben und weitere Hürden verlangten viel Geduld. Trotzdem hielten die beteiligten Kommunen an ihrem Ziel fest.
Im Juni 2025 gingen schließlich die drei Windkraftanlagen in Betrieb. Mit einer Gesamtleistung von rund 16,7 Megawatt wurden seitdem bereits über 8,4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung von rund 10.000 Haushalten. Auch die Bürgerinnen und Bürger waren maßgeblich beteiligt: rund sechs Millionen Euro wurden vor Ort investiert. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und die Energiewende wird gemeinsam vorangetrieben. Nun bleibt die Entscheidung der Jury abzuwarten. Die drei Gemeinden hoffen, dass ihr gemeinsames Projekt überzeugt und als Beispiel für erfolgreichen kommunalen Klimaschutz ausgezeichnet wird.