Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hat im Rahmen einer Feierstunde das Bundesverdienstkreuz am Bande unter anderem an Dr. Uta Ochmann ausgehändigt. Ministerin Scharf gratulierte den Geehrten und hob deren außerordentliches Engagement hervor: „Ihr Wirken ist ein Geschenk an unser Land, ein Beitrag, der bleibt und ein Vermächtnis, das weiterwirkt. Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz prägen Sie Bayern . Sie alle sind Heldinnen und Helden, nicht im Scheinwerferlicht, sondern im Alltag. Mit dem Bundesverdienstkreuz überreiche ich Ihnen die höchste Würdigung, die unser Land zu vergeben hat. Ihr Engagement hat Leben berührt, Wege geöffnet und Menschen in unserem Land Halt gegeben. Vielen herzlichen Dank für Ihr außergewöhnliches Engagement.“
Die Sauerlacherin Dr. Uta Ochmann gehörte zu den Auserwählten: Nach Anerkennungen als Praktische Ärztin und Erwerb der Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren arbeitete Frau Dr. Uta Ochmann in 2000 beim Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München und ab 2001 am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des LMU Klinikums. Dort erwarb sie die Facharztqualifikation für Arbeitsmedizin sowie die Zusatzbezeichnungen Allergologie und Umweltmedizin und stieg aufgrund ihrer analytischen und fachlichen Kompetenz zur leitenden Oberärztin auf. Seit 2015 leitet sie zusätzlich den betriebsärztlichen Dienst des LMU Klinikums, seit 2024 ist sie zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch für die betriebsärztliche Betreuung der Beschäftigten und Studierenden der LMU zuständig. Wissenschaftlich ist sie breit aufgestellt und hat insbesondere im Bereich arbeitsmedizinischer, pneumologischer und allergologischer Themen sowie zur Rehabilitation von Berufskrankheiten und zum Aufbau arbeitsmedizinischer Strukturen für bayerische Schulen publiziert und sich national wie international Ansehen erworben. Ihre Expertise macht sie zu einer gefragten Referentin auf Fachkongressen. 2018 wurde sie zur Vorsitzenden des Ausschusses Mutterschutz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen, wo sie ehrenamtlich konsequent wissenschaftliche Evidenz gegenüber politischen Interessen vertritt mit dem Ziel, die Gesundheit von berufstätigen Frauen zu fördern und insbesondere Schwangeren und Stillenden eine gefährdungsfreie Weiterbeschäftigung am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Zudem ist sie Mutter von vier Kindern und gilt als Vorbild für die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere. Frau Dr. Ochmann wird für ihre herausragenden Leistungen in Forschung, Lehre, Praxis und ehrenamtlichem Engagement im Bereich der Arbeits- und Betriebsmedizin hochgeschätzt.