Wenn es nach dem Willen von Grünen-Gemeinderat Peter Unger geht, soll die Verwaltung prüfen, inwiefern die zeitliche Nutzung von Mährobotern im Gemeindegebiet zum Schutz von Igeln und anderen Kleintieren während der Dämmerungs- und Nachtzeiten eingeschränkt werden kann. Einen entsprechenden Antrag hat Unger kürzlich gestellt.
Zudem soll die Gemeinde ihre Kommunikationskanäle wie Homepage und Social Media nutzen, um über die Gefahren von Mährobotern für (Wild-)Tiere – insbesondere bei nächtlichem Einsatz – zu informieren. Die Begründung des Grünen-Politikers: Der heimische Braunbrustigel wurde zum Tier des Jahres 2024 erklärt. Seine Bestände gehen jedoch seit Jahren deutlich zurück, sodass er inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Säugetiere geführt wird.
Automatisierte Mähroboter stellen laut Unger eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Sie könnten bei Kontakt mit Wildtieren – ins besondere mit Igeln – schwere bis tödliche Verletzungen verursachen. Der nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützte Igel ist vor allem deshalb gefährdet, weil er nachtaktiv ist und bei Gefahr nicht flüchtet, sondern sich einrollt.
Als positives Beispiel nennt Unger die Stadt Köln: Hier wurde der Einsatz von Mährobotern zeitlich eingeschränkt, ohne ihn vollständig zu untersagen. Auch Städte wie Leipzig, Göttingen, Mainz, Bayreuth und Ulm hätten vergleichbare Regelungen eingeführt.