Seit der sogenannten „Bachauskehr” im Herbst, bei der das Bachbett von Müll und Ablagerungen befreit wird, kommt die berühmte Eisbachwelle zum Leidwesen der Eisbachsurfer nicht mehr zustande. Es wurde – von der Hochschule München in Absprache mit der Stadt – bereits im November ein erfolgreicher Vorversuch zur Wiederherstellung der Welle unternommen und danach ein Wasserrechtsantrag gestellt, um den Hauptversuch starten zu können. Zwischenzeitlich ist aber von einzelnen Surfern – ohne Genehmigung – die Welle durch eigene Einbauten wieder surfbar aufgebaut und das Ganze durch die Stadt München dann wieder beseitigt worden.
Nun haben sich Stadt und Surfer-Interessensgruppen im Rathaus zusammengesetzt und die Zukunft der Eisbachwelle in einem eineinhalbstündigen konstruktiven und lösungsorientierten Gespräch diskutiert. Gesprächspartner waren Oberbürgermeister Dieter Reiter und Vertreter der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM), des Münchner Surfclubs und außerdem das Wasserwirtschaftsamt und die zuständigen städtischen Fachreferate. Ziel war es, die zuletzt festgefahrene Situation zwischen Stadt und Surfercommunity aufzulösen und eine konkrete Perspektive für eine baldige Wiederherstellung der Welle zu schaffen. Folgende Schritte konnten vereinbart werden:
In einem Projektversuch soll nun getestet werden, wie die Welle am Eisbach dauerhaft surfbar wiederhergestellt werden kann. Während des Versuchs wird das Surfen unter folgenden Vorgaben erlaubt:
Noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, ob die Welle nach einem erfolgreichen Projektversuch in städtischer Verantwortung betrieben wird. Weitere konkrete Details werden noch ausgearbeitet; man hat ein Folgetreffen für Februar vereinbart.